Tabakaktien im Aufwind

Tabakaktien im Aufwind
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Werden E-Zigaretten die Aktienkurse der Tabakkonzerne weiter stabilisieren helfen?

Als vor zehn Jahren zum ersten Mal international die Werbe- und Verkaufsverbote für Zigaretten griffen, schmissen viele Anleger ihre Tabakaktien aus Vorsicht aus dem Portfolio. Im Nachhinein hat sich dies als gravierender Fehler herausgestellt: Zwischen 2001 und 2011 warfen Tabak-Aktien von allen gelisteten MSCI-Branchen die höchsten Renditen ab. Die Frage ist allerdings, ob dies nicht die Ruhe vor dem Börsensturm war. Denn in den letzten 36 Monaten haben die Gründe, warum börsennotierte Tabakunternehmen eigentlich immer weniger Aktienfans locken können sollten, zugenommen.

Mehr und mehr teure Gerichtsprozesse werden angestrengt; sie finden häufig hinter verschlossenen Türen statt, um Raucher und Anleger nicht zu verschrecken und keine Nachahmer anzulocken, stellen aber tatsächlich ein milliardenschweres Risiko dar. Seit der Krise 2008 hat zudem international die Kaufkraft kontinuierlich abgenommen; der Konsum von ‚Luxusgütern‘ der Mittelklasse werden drastisch eingeschränkt und wo möglich, wird von teuren Markenprodukten auf preiswerte Anbieter umgestiegen. Statistisch betrachtet sinkt außerdem das Einkommen der rauchstarken Zielgruppen im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten der primären Gebrauchsgüter. Gleichzeitig nimmt das Gesundheitsbewusstsein auch in eher ‚aufklärungs-resistenten‘ Kreisen zu. Dies bezeugt auch die Schlinge der nationalen und supranationalen Behörden wie der EU oder der WHO, die sich durch Verbote und Einschränkungen immer enger zuzieht. Parallel wird die Tabaksteuer kontinuierlich in fast allen Ländern erhöht.

Diesen Kampf auf allen Fronten spiegeln inzwischen auch die Geschäftsergebnisse der großen Tabakkonzerne wider – wiewohl mit einer erstaunlichen Verzögerung. Die Zigarettenverkäufe von Philip Morris sind etwa im ersten Quartal 2014 im direkten Vergleich mit 2013 auf 196 Milliarden Stück zurück gegangen – das entspricht einer Schrumpfung von etwa vier Prozent. Dieser Umsatzrückgang in Kombination mit ungünstigen Wechselkursen bedingte eine Gewinnminimierung um 12 Prozent auf 1,9 Milliarden.

Auch dem Konkurrenten BAT machen die Wechselkurse und die sinkende Zigarettennachfrage (hier etwa ein Prozent) zu schaffen. In vielen Ländern, die bisher als stabile Absatzmärkte gehandelt wurden, sinkt die Nachfrage – so etwa in den bisherigen Raucherparadiesen Russland und China, die für die unmittelbare Zukunft strengere Rauchverbote angekündigt haben beziehungsweise diese nun schon durchsetzen. Die chinesischen Gesundheitsbehörden etwa möchten noch 2014 in einer Mehrzahl der öffentlichen Gebäude das Rauchen verbieten.

Gleichzeitig aber steigt die Nachfrage nach Tabakzigaretten globaler Marken in den Schwellenländern, allen voran Bangladesch und Pakistan. Parallel dazu werden bestehende Kunden kräftig zusätzlich geschröpft. Es gibt wohl keine Branche der Welt (außer vielleicht den Öl-Riesen), die so konstant ihre Preise erhöht, ohne dabei einen massiven Konsumrückgang verzeichnen zu müssen. Dadurch können die Rückgänge im Verkauf ausgeglichen, ja sogar überkompensiert werden – und genau Letzteres scheint auch zu geschehen. Hinzu kommt, dass viele der Tabakriesen auf die Geschäftsentwicklungen einerseits mit massiven strukturellen Einsparungen reagieren – und andererseits den traditionell schon mageren Prozentsatz, der für Forschung und Entwicklung ausgegeben wird, branchendeckend noch weiter runter gefahren haben.
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So gewährleisten die Tabakfirmen eine gleichbleibend hohe Dividendenrendite von derzeit durchschnittlich 4%. Das erlaubt auch den Fondmanagern und Investmentberatern, Tabakaktien weiterhin guten Gewissens fürs Portfolio zu empfehlen – was sie auch international tun.
Spezialisten aber glauben tatsächlich, dass diese reichlich künstliche Überbrückung der mageren Zeiten nur möglich ist, weil am Horizont die elektronischen Zigaretten als Hoffnungsschimmer zu sehen sind. Denn hinter den Fassaden arbeiten alle Tabak-Multis fieberhaft an der Integration der elektronischen Zigarette in die Unternehmensportfolios.

Bedeutet das aber auch, nun schnellstens die für Einsteiger eigentlich gar nicht so beliebten (weil extrem teuren) Tabakaktien zu kaufen, weil die E-Zigaretten ihnen mittelfristig ein Allzeithoch bescheren werden? Ich bin kein Investmentbanker. Ehrlich gesagt halte ich sogar den Zinzeszins für eines der größten Übel der Menschheit. Wenn aber überhaupt Investment, würde ich sagen: Ein Hoch auf die kleinen unabhängigen eCigarette-Hersteller und Produzenten. Leider sind diese so gut wie nicht börsennotiert – aber da muss man als Anleger eben kreativ werden. Oft halten AGs etwa Möglichkeiten für private Investoren offen…

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