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Werden Roboter ein Haustier-Ersatz?

Roboter als HaustierJahr für Jahr zur Sommerzeit werden Haustiere in Serie ausgesetzt, weil sie einfach beim Urlaub stören. Die News sind voll davon. Oder sie werden in Tierheimen angegeben – wegen einer urplötzlich auftretenden „Tierhaar-Allergie“, die aus dem Nichts kam – weil man merkte, so ein Tier macht Arbeit, verlangt Zeit, kostet Geld, Geduld und manchmal eben auch reichlich an Nerven. Das könnte sich ändern, wenn die Neuigkeiten aus den USA richtig liegen und das, was in Japan geschieht, einen Trend vorgibt: Roboter als Haustiere! Schon seit Jahren wird zum Beispiel auch in Japan versucht, den Markt für „Robotik Haustiere“ zu öffnen. Kein Futter, kein Gassigehen, keine zerfetzten Schuhe, kein versehentliches Geschäft in der Wohnung, keine Tierhaare, keinen Platzbedarf – nur Strom benötigt man halt. Oder reichlich Batterien.

Robotik Dinos und Schildkröten statt lebenden Tieren?

Was in Japan mehr oder minder verzweifelt versucht wird, den Robotik Haustiermarkt anzukurbeln, will das US-Unternehmen WowWee nun mit Hochdruck vorantreiben. Ein künstlicher Dinosaurier soll es laut dem Unternehmen sein, der durch die Interaktion mit dem Kind lernt und das Gelernte transportiert. Dadurch, so jedenfalls WowWee, kann das Kind durch das Spielen mit dem Robo-Dino dessen Personality – seine künstliche Persönlichkeit – aktiv gestalten. Doch gilt das nur für die USA? Nein, natürlich nicht, denn rechtzeitig vor dem lukrativen Weihnachtsgeschäft soll der Robotik Dino auch in deutschen Läden stehen – für 150 Euro und damit immerhin noch weit preiswerter als beispielsweise eine WII U oder eine Playstation 4. Acht Jahre wird als angedachtes Mindestalter angegeben.

Was kann der Robotik Dino?

Zuerst einmal muss klar sein, der Robo-Dino ist ein „Zeitfresser“. Hundefutter verschmäht er zwar, aber Zeit braucht er und davon reichlich. Mittels Handbewegung wird er gesteuert und kontrolliert. Das ermöglicht ein interaktives Miteinander von Kind und Roboter. Dass es natürlich schon eine App gibt, die auch Spiele beinhaltet, ist sicherlich selbsterklärend. Dino soll dazulernen und durch die Interaktionen findet eine Entwicklung statt. MiPosaur, so der Name, hat auch einen Ball. Nimmt das Kind ihm den weg, wird er dem Kind folgen. So weit, so gut. Doch was er nicht kann, ist das Kind umarmen, ihm Trost spenden, sich an das Kind schmiegen, wie das zum Beispiel Hunde und Katzen tun, wenn sie merken, dem Kind geht es nicht gut. Somit dürfte klar sein, dass jede Interaktion mit einem Menschen oder einem lebendigen Haustier intensiver ist, die Sozialisierung des Kindes stärkt. Psychologen warnen bereits davor, dass man dem Kind begreiflich machen muss, die Realität muss stets über einem Haufen an elektronischen Teilen stehen und echte Interaktion steht vor allen anderen Dingen.

Vielleicht sollte man darüber nachdenken, dass Menschen – vornehmlich ältere Personen, die schlecht zufuss sind – über so ein Robotik Haustier nicht vereinsamen. Aber selbst da steht der effektive Nutzen zu bezweifeln.

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MiPosaur