Nutella: Sechs Jahrzehnte süßer Erfolg

Nutella: Sechs Jahrzehnte süßer Erfolg
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Nutella’s Ursprung aus Notwendigkeit

Die Geschichte von Nutella beginnt in der Nachkriegszeit in Italien, als Pietro Ferrero, ein Konditor aus dem norditalienischen Alba, eine Lösung für den Mangel an erschwinglichen Zutaten suchte. In den 1930er Jahren, als die Vorzeichen des Zweiten Weltkriegs den Import von Kakao erschwerten und verteuerten, erfand Ferrero einen Aufstrich, der hauptsächlich auf den reichlich vorhandenen Haselnüssen seiner Heimatregion, dem sogenannten „Haselnuss-Dreieck“, basierte. Dieser kreative Ansatz führte zur Geburt von Nutella, einem Produkt, das zunächst den lokalen Arbeitern als Teil ihrer Mittagsmahlzeit diente.

Nutella’s globale Expansion und Markenidentität

Über die Jahre hat sich Nutella von einer regionalen Delikatesse zu einem globalen Phänomen entwickelt. Jeder kennt heute das ikonische Glas mit weißem Deckel und das unverwechselbare Etikett. 1964, als die Verwendung des Begriffs „Super“ in Italien verboten wurde, taufte Michele Ferrero, Pietros Sohn, den Aufstrich um in Nutella, abgeleitet von „nut“ (die englische Bezeichnung für Nuss) und der italienischen Verniedlichungsform „-ella“. Der neue Name half, die Marke international zu positionieren und ihre Einzigartigkeit hervorzuheben.

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Ein wirtschaftlicher Riese

Nutella ist heute ein zentraler Bestandteil des Ferrero-Konzerns, eines der größten Süßwarenunternehmen weltweit. Die Firma verkauft alle 2,5 Sekunden ein Glas Nutella und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/23 einen Umsatz von beeindruckenden 17 Milliarden Euro. Trotz Bedenken hinsichtlich des Gesundheitswertes des Produktes – Nutella besteht zu über 50 Prozent aus Zucker und zu rund 30 Prozent aus Fett – zeigt der Markt eine beständige Nachfrage.

Nachhaltigkeitsbestrebungen und Kritik bei Nutella

In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen auch verstärkt den Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gewidmet. Giovanni Ferrero, der aktuelle Firmenchef und Enkel des Gründers, hat nach dem Tod seines Bruders Pietro die Alleinführung des Konzerns übernommen und setzt sich für die Nutzung von zu 100 Prozent zertifiziertem, nachhaltigem Palmöl ein. Trotz dieser Bemühungen gibt es weiterhin Kritik, vor allem in Bezug auf die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern und den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens.

Kulturelle Bedeutung und Konsumgewohnheiten von Nutella

Nutella hat sich tief in die Esskultur vieler Länder eingegraben. In Deutschland konsumiert jede Person durchschnittlich ein Kilogramm von der Haselnusscreme pro Jahr. In Italien und Frankreich ist Nutella ein beliebter Bestandteil des Frühstücks und findet sich auch auf ungewöhnlichen Speisen wie Pizza und Crêpes. Diese kulturelle Verankerung zeigt die tiefe emotionale Verbindung, die viele Menschen weltweit mit Nutella haben, ungeachtet der gesundheitlichen Bedenken.

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Zukünftige Herausforderungen

Die Zukunft sieht für Nutella sowohl vielversprechend als auch herausfordernd aus. Mit steigenden Rohstoffpreisen und einem wachsenden Bewusstsein für Gesundheit und Umwelt steht Ferrero vor der Aufgabe, seine Produkte anzupassen und gleichzeitig den Erwartungen der Verbraucher gerecht zu werden. Die Marke Nutella, die bereits seit 60 Jahren besteht, wird sich weiterentwickeln müssen, um auch in den nächsten Jahrzehnten relevant zu bleiben.

In einer Welt, die zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit und ethische Produktionsmethoden legt, wird Nutella weiterhin sowohl Genuss als auch Verantwortung symbolisieren müssen. Dies erfordert eine ständige Neubewertung der Inhaltsstoffe und Produktionsmethoden, um den globalen Standards und den Erwartungen der Konsumenten gerecht zu werden. Die Marke steht somit vor einer entscheidenden Phase ihrer Geschichte, in der sie beweisen muss, dass sie nicht nur eine süße Versuchung, sondern auch ein Vorreiter für positive Veränderungen sein kann.

 

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