Laura Loomer: Eine umstrittene Figur im politischen Umfeld von Donald Trump
Laura Elizabeth Loomer, geboren am 21. Mai 1993 in Tucson, Arizona, ist eine US-amerikanische politische Aktivistin und Internetpersönlichkeit, die für ihre rechtsextremen Ansichten und die Verbreitung von Verschwörungstheorien bekannt ist. Sie hat in der Vergangenheit für Organisationen wie Project Veritas, Rebel News und InfoWars gearbeitet und sich selbst als „stolze Islamophobe“ bezeichnet. Loomer wurde von mehreren sozialen Medienplattformen aufgrund von Verstößen gegen Richtlinien zu Hassrede und der Verbreitung von Fehlinformationen ausgeschlossen.
Frühes Leben und Ausbildung
Loomer wuchs mit ihren zwei Brüdern in Arizona auf. Sie begann ihr Studium am Mount Holyoke College in Massachusetts, verließ die Institution jedoch nach einem Semester, da sie angab, aufgrund ihrer konservativen Ansichten angefeindet worden zu sein. Anschließend wechselte sie zur Barry University in Miami Shores, Florida, wo sie 2015 einen Bachelor-Abschluss in Rundfunkjournalismus erwarb.
Politische Aktivitäten und Kontroversen
Loomer erlangte erstmals Aufmerksamkeit durch ihre Arbeit für Project Veritas, eine rechtsgerichtete Organisation, die für verdeckte Ermittlungen bekannt ist. Später berichtete sie für Rebel News und trat in Sendungen von InfoWars auf. Sie ist bekannt für ihre islamfeindlichen Äußerungen und hat den Islam als „Krebsgeschwür“ bezeichnet. Zudem verbreitete sie die Verschwörungstheorie, dass die Anschläge vom 11. September 2001 ein „Inside Job“ gewesen seien.
Aufgrund von Verstößen gegen die Richtlinien zu Hassrede und der Verbreitung von Fehlinformationen wurde Loomer von mehreren sozialen Medienplattformen wie Facebook, Instagram und Twitter ausgeschlossen. Sie wurde auch von Zahlungsdienstleistern und Fahrdienst-Apps verbannt.
Politische Kandidaturen
Im Jahr 2020 kandidierte Loomer als republikanische Kandidatin für den 21. Kongressbezirk Floridas, verlor jedoch gegen die amtierende Demokratin Lois Frankel. 2022 trat sie in den republikanischen Vorwahlen für den 11. Kongressbezirk Floridas an, unterlag jedoch dem Amtsinhaber Daniel Webster.
Beziehung zu Donald Trump
Trotz ihrer kontroversen Ansichten und Handlungen hat Loomer eine enge Beziehung zu Donald Trump aufgebaut. Im April 2023 berichteten mehrere Medien, dass Trump erwog, Loomer in sein Wahlkampfteam für die Präsidentschaftswahlen 2024 aufzunehmen. Dieser Schritt stieß jedoch auf Widerstand innerhalb seines Beraterkreises, insbesondere von Marjorie Taylor Greene, die Loomer als „instabil“ und „bekannte Lügnerin“ bezeichnete.
Im September 2024 begleitete Loomer Trump zu verschiedenen Veranstaltungen, darunter ein Fernsehduell mit Vizepräsidentin Kamala Harris in Philadelphia und die Gedenkfeiern zum 11. September in New York und Pennsylvania. Ihre Anwesenheit und ihr Einfluss auf Trump sorgten für Besorgnis, insbesondere aufgrund ihrer früheren Verbreitung von Verschwörungstheorien über die Anschläge vom 11. September.
Einfluss auf Personalentscheidungen im Nationalen Sicherheitsrat
Im April 2025 berichteten Medien, dass Loomer in einem Treffen mit Präsident Trump die Loyalität von Mitgliedern des Nationalen Sicherheitsrats infrage gestellt habe. Kurz darauf wurden sechs Mitglieder des Rates entlassen. Trump bezeichnete Loomer als „große Patriotin“ und erklärte, dass er gelegentlich auf ihre Empfehlungen höre. Loomer selbst bestätigte das Treffen, machte jedoch keine weiteren Angaben.
Fazit
Laura Loomer bleibt eine polarisierende Figur in der US-amerikanischen Politiklandschaft. Ihre extremistischen Ansichten und Handlungen haben sie sowohl zu einer einflussreichen Persönlichkeit in rechtsextremen Kreisen als auch zu einer kontroversen Figur gemacht, deren Nähe zu führenden Politikern wie Donald Trump weiterhin für Diskussionen sorgt.
Titelbild: Gage Skidmore