Die Rolle der Entwicklungspolitik in der globalen Geopolitik

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Warnung vor Russlands wachsendem Einfluss in Afrika

Entwicklungsministerin Svenja Schulze hebt hervor, wie Deutschland und der Westen insgesamt in Gefahr stehen, ihren Einfluss in Afrika zu verlieren, während Russland aktiv Lücken füllt, die durch den Rückzug westlicher Staaten entstehen. Besonders in Regionen wie Burkina Faso, die reich an wertvollen Rohstoffen sind und eine strategische Position in Migrationsrouten innehaben, sieht Schulze eine dringende Notwendigkeit für Deutschland, sein Engagement zu verstärken. Dies ist umso wichtiger, da der Verlust solcher Gebiete an Russland nicht nur geostrategische Nachteile mit sich bringt, sondern auch das Narrativ verstärkt, der Westen kümmere sich nicht um diese Länder.

Forderung nach besseren Angeboten als Schlüssel zur Einflussnahme

Ministerin Schulze betont die Notwendigkeit für Deutschland, attraktive Alternativen zu den Angeboten von Russland und China zu schaffen. Während Russland militärische Unterstützung und China große Infrastrukturprojekte – mit dem Nebeneffekt erhöhter Schuldenabhängigkeit – bietet, muss Deutschland Wege finden, Entwicklungsländer durch vorteilhaftere und nachhaltigere Angebote zu unterstützen. Dies umfasst die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und NGOs in Ländern ohne stabile politische Führungen, um langfristig positive Beziehungen aufzubauen und Einfluss zu sichern.

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Haushaltskürzungen bedrohen Entwicklungsziele

Schulze warnt vor den Folgen weiterer Kürzungen im Budget ihres Ministeriums, insbesondere vor dem Hintergrund der notwendigen Unterstützung für die Ukraine und der Bekämpfung von Hunger. Sie argumentiert, dass Entwicklungszusammenarbeit nicht nur eine Frage der Ethik, sondern auch ein strategisches Instrument für Deutschlands Wohlstand und Sicherheit ist. Die Ministerin plädiert für eine flexible Handhabung der Schuldenbremse, um in Krisenzeiten wie dem Krieg in der Ukraine handlungsfähig zu bleiben und gleichzeitig Entwicklungsprojekte zu finanzieren.

Zusammenfassung

Die Entwicklungspolitik steht im Zentrum globaler Machtverschiebungen, mit Russland und China, die aktiv ihren Einfluss in Afrika und darüber hinaus ausbauen. Deutschland steht vor der Herausforderung, nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit nachhaltigen und attraktiven Angeboten zu reagieren, um seine Position zu wahren und zu stärken. Gleichzeitig machen Haushaltskürzungen die Umsetzung dieser Ziele zunehmend schwierig, was eine Überprüfung der finanziellen Strategien erfordert, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden.


Titelbild: photothek.net

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