Das Bürgermeister-Wahn-Syndrom: Schildas neueste Diagnose für den politischen Wahnsinn
In der beschaulichen Stadt Schilda, wo die Menschen mehr Ideen als gesunden Menschenverstand haben, sorgte die neueste Initiative des Stadtrats mal wieder für Kopfschütteln – und Gelächter.
Der ehrenwerte Stadtrat von Schilda, bestehend aus fünf besonders kreativen Köpfen, hatte einen bahnbrechenden Gesetzesentwurf ausgearbeitet: Das „Bürgermeister-Wahn-Syndrom“ sollte als offizielle Geisteskrankheit anerkannt werden.
Die Diagnose
Der Ursprung dieser Idee war, wie so oft in Schilda, ein handfester Streit im Gasthaus „Zum Blauen Esel“. Dort hatten sich zwei Gruppen gebildet: Die eine war der Meinung, dass Bürgermeister Brummelwachs ein Genie sei, die andere war überzeugt, dass er ein wandelndes Chaos darstelle. Die Diskussion eskalierte so weit, dass die Anhänger des Bürgermeisters riefen:
„Ihr seid ja alle krank! Ihr leidet doch unter Brummelwachs-Wahn!“
Daraufhin nahmen fünf besonders engagierte Stadträte die Sache in die Hand und beschlossen, das Ganze wissenschaftlich anzugehen.
Die Symptome
Laut dem Entwurf für das neue Gesetz zeigte sich das „Bürgermeister-Wahn-Syndrom“ in zwei Varianten:
- Die übertriebene Verehrung: Betroffene hielten Bürgermeister Brummelwachs für das größte politische Genie aller Zeiten, das jedes Problem durch reines Dasein löste. Symptome: schwärmerischer Blick, nervöse Begeisterung und das unerschütterliche Vertrauen, dass Brummelwachs das Wetter kontrollieren könne.
- Die völlige Ablehnung: Menschen mit dieser Variante sahen in ihm den Untergang von Schilda. Symptome: Schnappatmung bei jeder Stadtratsentscheidung, unkontrolliertes Augenrollen und der Zwang, jede Aussage des Bürgermeisters als „den größten Unsinn aller Zeiten“ zu bezeichnen.
Der große Test
Um herauszufinden, wer wirklich betroffen war, wollten die Stadträte eine Pflichtuntersuchung für alle Bürger einführen. Der Test bestand aus einer einfachen Frage:
„Was halten Sie von Bürgermeister Brummelwachs?“
Wer dabei entweder ekstatisch in Ohnmacht fiel oder mit Schaum vor dem Mund losschimpfte, sollte offiziell als krank gelten.
Das Chaos bricht aus
Doch dann geschah, was in Schilda immer geschah: Es funktionierte nicht. Denn der Arzt, der die Untersuchung durchführen sollte, fiel selbst durch den Test – und zwar gleich in beiden Kategorien. Mal lobte er den Bürgermeister als Genie, mal fluchte er über dessen neueste Bauprojekte.
Nach tagelangen Diskussionen kam der Stadtrat zu einer bahnbrechenden Erkenntnis:
„Vielleicht sind wir alle ein bisschen verrückt.“
Und so verschwand der Gesetzesentwurf genauso schnell, wie er gekommen war – und wurde durch eine neue Idee ersetzt: Eine Sondersteuer für Leute, die im Wirtshaus zu laut über Politik diskutieren.
Die Moral von der Geschichte? In Schilda ist Wahnsinn kein Zustand – sondern Tradition.