Remigration Kosten Deutschland: Was die volkswirtschaftliche Rechnung ergibt
Remigration ist ein politisches Schlagwort. Was sie volkswirtschaftlich bedeutet, lässt sich rechnen — ohne Ideologie.
Deutschland hat 12,4 Millionen Ausländer (Stand Ende 2024). Davon sind viele EU-Bürger mit freiem Aufenthaltsrecht. Eine politisch diskutierte Remigration zielt primär auf Nicht-EU-Ausländer, insbesondere Schutzberechtigte und Geduldete.
Der fiskalische Nettobeitrag von Migranten hängt stark von Qualifikation und Beschäftigung ab. Eine ZEW-Studie (Bertelsmann Stiftung) belegt: Ausländer tragen mehr zu öffentlichen Haushalten bei als sie an Transferleistungen empfangen — aggregiert. Der Wirtschaftsweise Martin Werding berechnete: 200.000 zusätzliche Migranten pro Jahr sparen dem Staat langfristig rund 104 Milliarden Euro jährlich. Umgekehrt bedeutet Abgang: weniger Einnahmen, gleiche oder höhere Ausgaben.
Für das Rentensystem ist die Rechnung direkt: Jeder Beitragszahler der das System verlässt, verschlechtert das Trägerverhältnis — das ohnehin von 2:1 auf 1,3:1 bis 2050 sinkt. Ohne Zuwanderung wäre der Absturz bereits früher und steiler.
Hinzu kommt die Außenwirkung. In der Gallup-Befragung zu Migrationsabsichten ist Deutschland 2024 als Wunschziel bereits messbar zurückgefallen — ohne dass eine Remigrationspolitik beschlossen wäre. Das Signal der Debatte reicht. Eine tatsächlich umgesetzte Politik würde diesen Effekt multiplizieren.
Die Kosten einer Massenremigration lassen sich nicht exakt beziffern — aber ihre Richtung ist klar: höhere Sozialversicherungsbeiträge, steigende Rentenlücken, wachsender Fachkräftemangel in Pflege, Bau und Handwerk.
Das ist keine moralische Aussage. Es ist eine systemische.







