E-Zigaretten mit Pods: Dampferlebnis 2.0?

E-Zigaretten mit Pods Dampferlebnis

Der Markt für E-Zigaretten boomt schon seit mehreren Jahren und übertrifft sich jährlich mit neuen Erfolgsmeldungen. Die Gründe dafür sind vielfältig: E-Zigaretten gelten – so belegen es mittlerweile mehr und mehr unabhängige Studien – verglichen mit Tabakzigaretten nicht nur als weniger gesundheitsschädlich, sondern bieten auch deutlich mehr Freiheiten, was Aromen und die Steuerung des eigenen Konsums betrifft. Nachdem sich die großen Tabakkonzerne zuerst fleißig Anteile an der hippen Konkurrenz gesichert hatten, verlagerten sich im Lauf der letzten Jahre auch die Werbeetats besagter Firmen weg vom Tabakmarkt hin zu den gesünderen E-Zigaretten.

Eingefleischte Raucher und Umsteiger haben sich infolge dessen schon vor einiger Zeit mit dem Thema auseinandergesetzt und sich ihre eigene Meinung gebildet. Doch immer mehr ehemalige Gelegenheitsraucher und Neulinge werden Teil der Dampferszene, weshalb die Branche mit neuen, unkomplizierten Ansätzen auch solche Konsumenten anzusprechen versucht.

Pods: Einfacher zu handhaben und transportfreudig

Ein Teil dieser Offensive sind die immer beliebter werdenden E-Zigaretten mit Pod-Systemen. Im Gegensatz zu klassischen E-Zigaretten müssen diese nicht eigenständig nachgefüllt werden. Stattdessen verfügen Pods über bereits vorgefüllte Tanks mit Premium Liquids, die direkt in die E-Zigarette geschoben und mit ihr verbunden werden. Die Gefahr des Auslaufens von Liquids ist dadurch automatisch gebannt. Zubehör muss auch nicht mehr extra mittransportiert werden, wenn man sich sicher sein möchte, den gesamten Tag hinweg durch dampfen zu können. Neben neuen Varianten der Big Player treten so auch neue, trendige Brands wie JUUL ins Rampenlicht, um den alteingesessenen Firmen im umkämpften Markt Konkurrenz zu machen.

Das Nespresso-Prinzip

Die Vorteile von Pods lassen sich leicht erklären: E-Zigaretten mit Pods, die oft als All-In-One-Lösungen (AiO) gehandelt werden, zeichnen sich meist durch ihre geringe Größe und die unkomplizierte Handhabung aus. Während reguläre E-Zigaretten oft einiges an Zubehör und Accessoires benötigen, werden für die wesentlich kleineren Pod-Systeme meist nur die Dampfe und einige Vorrats-Pods benötigt, um sich einen schönen Tag zu machen. Man kennt das Prinzip bereits von der Einführung der Nespresso-Kapseln vor einigen Jahren: Statt selbst Kaffee zu malen, setzt man lediglich eine Kapsel ein und schon kann der Genuss beginnen. An diesen „Siegeszug der Usability“ möchte die E-Zigaretten-Industrie nun anknüpfen.

Pod-Systeme: Trendige Designs nicht ohne funktionale Einbußen

Doch auch wenn die Pods bereits eine große Fangemeinschaft hinter sich haben, wäre es zu viel des Guten, E-Zigaretten mit Pods als 2.0-Version zu bezeichnen. Denn ihre kompakten Maße erkaufen sich viele Modelle durch eine im Vergleich zu klassischen E-Modellen stark eingeschränkte Funktionalität und Individualisierbarkeit. Die Firmen setzen auf geschlossene Systeme, die mit Produkten anderer Anbieter inkompatibel sind, und binden die Kunden so zusätzlich an ein Ökosystem. Der Konsument ist somit auf eine festgelegte Anzahl an Geschmacksaromen limitiert und kann keine Liquids anderer Marken dampfen, ohne dafür die E-Zigarette zu wechseln.

Last, but not least sind meist auch die Akkus der AiO-Varianten kleiner als beispielsweise kraftvolle Box Mods, von denen es eine Vielzahl zu kaufen gibt. Ob E-Zigaretten mit geschlossenen Pod-Systemen sich auszahlen und einen Mehrwert bieten, hängt letztlich also primär von den persönlichen Ansprüchen an die eigene E-Zigarette ab.

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