Fakten: Vergleich des WHO-Berichts mit aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen

Fakten: Vergleich des WHO-Berichts mit aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen

Das sind die Fakten: Ein Vergleich des WHO-Berichts mit aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen

Das grundsätzliche Problem des WHO-Reports zur E-Zigarette ist nicht so sehr seine politische Voreingenommenheit, sondern die Unwissenschaftlichkeit, mit der er argumentiert. Lesern ohne Vorwissen hinsichtlich E-Zigaretten und Nikotinkonsum vermittelt er ein stellenweise falsches, mindestens aber völlig unvollständiges Bild des gegenwärtigen Wissensstandes zum Dampfen. Das liegt vor allem daran, dass die WHO in keinster Weise die Vielzahl bestehender Studien ausgewertet hat, sondern ihre Empfehlungen ausschließlich auf der Basis selbst in Auftrag gegebener Untersuchungen ausspricht.
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Deshalb an dieser Stelle der Versuch, Teile der wissenschaftlich erforschten Faktenlage dem gefährlichen Halbwissen der WHO gegenüberzustellen. Dabei sind die einzelnen Punkte nur beispielhaft; ich könnte die unten stehende Liste noch über weitere zehn Seiten beliebig fortgeführt haben.

Grundlage der natürlich verkürzten Zusammenfassung ist erstens die sehr detaillierten Kritik des WHO-Reports von Dampfaktivist Clive Davies, zweitens ein im Juli diesen Jahres im Online-Journal „Addiction“ veröffentlichter Vergleich der 81 neuesten akademischen Studien mit origininärem Inhalt zu verschiedensten Aspekten des Dampfens sowie drittens eine von der englischen ECITA (Electronic Cigarette Industry Trade Association) beauftragte und im Februar 2013 veröffentlichte Materialsammlung, benannt „Scientific Research on Electronic Cigarettes„. Alle drei sind enorm lesenswert, wenn auch bisher leider nur auf Englisch zugänglich. Vorauszuschicken ist auch noch, dass es derzeit keine Langzeitstudien zu den Effekten von E-Zigaretten auf die Gesundheit gibt.

1. Elektrische Zigaretten sind wesentlich weniger gesundheitsgefährdend als Tabakzigaretten – sowohl für den Konsumenten als auch für das passive Umfeld.

Die WHO evaluiert die Risiken des Dampfens in ihrem Bericht tendenziell nicht im Verhältnis zu denen des Rauchens, sondern behandelt die elektrische Zigarette als ein isoliert zu betrachtendes Genussmittel. Das an sich ist schon irreführend, denn als solches wird es in der Praxis nicht genutzt. Schon die Ausgangsfragestellung ist also falsch: Der WHO-Report sollte sich mit der relativen Schädlichkeit von eCigarettes als Nikotinentwöhnungsmittel im Verhältnis zu Tabakzigaretten beschäftigen, nicht allein mit ihrem absoluten Risiko für die Gesundheit des Dampfers.

2. Bei Rauchern, die vollständig vom Tabakkonsum auf E-Zigaretten umsteigen, treten selbst bei einer identischen Menge zugeführten Nikotins spürbare und messbare Gesundheitsverbesserungen ein.

Auf die umfangreiche Anzahl von Erfahrungsberichten teils schwer kranker Raucher auf globaler Ebene geht die WHO an keiner Stelle ein. Es weist nichts darauf hin, dass diese Selbstwahrnehmung von Ex-Rauchern, die sowohl in qualitativen Erhebungen als auch als Materialsammlungen online vorliegen, sowie die ihnen entsprechenden ärztlichen Berichte und Befunde in irgendeiner Weise Berücksichtigung bei der Beurteilung der WHO gefunden hätten.

3. Weitere, technologisch und qualitativ absehbare Optimierungen der verfügbaren Dampf-Geräte werden diese gegenüber allen anderen Nikotinersatzprodukten bei vergleichbarer Sicherheit zu den erfolgreicheren Nikotinentwöhnungsprodukten machen.

Eine Generalisierung aller Studien zur erfolgreichen Nikotinentwöhnung durch E-Zigaretten ergibt, dass die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Tabakzigarettenentwöhnung ohne weitere professionelle Hilfe beim Gebrauch von E-Zigaretten um 60% höher liegt als bei anderen Nikotinersatztherapien oder reiner Willenskraft.

4. Der von E-Zigaretten ausgestoßene Dampf kann zwar selbst bei sehr reinen Liquids einige der Gifte enthalten, die auch in Tabakzigarettenrauch zu finden sind, aber erstens eine weitaus geringere Anzahl und zweitens zu weitaus geringeren Mengen.

5. E-Zigaretten wurden im gesamten Zeitraum ihrer weltweiten Nutzung weder von Nichtrauchern noch von zuvor nicht rauchenden Kindern und Jugendlichen in einem nennenswerten Umfang regelmäßig genutzt oder als Einstiegsdroge zum Nikotingenuss durch Tabakzigaretten benannt.

Die WHO stützt sich maßgeblich auf das „Gateway“-Argument, demzufolge E-Zigaretten Nichtraucher und vor allem Kinder und Jugendliche zum Rauchen von Tabakzigaretten verführen könnten. Zu dieser Behauptung liegen keinerlei empirische Daten vor. Tatsache ist, dass die Anzahl der jugendlichen Tabakkonsumenten parallel zur steigenden Nutzung von E-Zigaretten kontinuierlich abgenommen hat. Ob und wo hier eine Kausalität vorliegen könnte, muss noch untersucht werden. Statistisch ist damit aber zumindest die These des Gateway-Argumentes widerlegt.

6. Im Gegensatz zu den inhalierten Verbrennungsprodukten durch Tabakrauch verursacht verdampfter Nikotin allen vorhandenen Studien nach keinerlei Herzkreislaufbeschwerden, weder kurzfristige noch bleibende. Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belege für die Aussage der WHO, dass Nikotin oder eCigarettes zu ein Herzkreislaufrisiko darstellen „könnte“, eine Behauptung, die sie im Zusammenhang etwa mit Nikotinpflastern oder Nikotinkaugummis auch noch nie erhoben hat.

7.  Alle Studien, die einen positiven Zusammenhang zwischen Nikotinkonsum und Tumorentwicklungen etabliert haben, wurden entweder an Zellkulturen unter Laborbedingungen oder an Versuchstieren mit einer extrem hohen Nikotindosis durchgeführt, die in keinerlei realistischen Korrelation mit den Mengen steht, die ein Konsument von E-Zigaretten zu sich nimmt.

Bisher gibt es keine schlüssigen Beweise, die die Inhalation reinen Nikotindampfes mit der Entstehung von Krebs in Verbindung bringen könnten. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass Nikotinkonsum das Wachstum bereits bestehender Krebszellen beschleunigen könnte.

8. Die WHO basiert ihr empfohlenes Verbot des Dampfens an öffentlichen Plätzen auf die potenzielle Verbreitung von riskanten, toxischen Dampfpartikeln. Natürlich beinhaltet der eCigarette-Dampf Mikropartikel. Diese sind jedoch, anders als der WHO-Bericht es behauptet, auf bio-chemischer Ebene nicht mit denen von Tabakzigaretten vergleichbar.

Die Verbrennungsrückstände, die sich im Rauch von Tabakzigaretten befinden, zeigen eine hochreaktive Oberflächenstruktur und können beim Einatmen ungefiltert in die Lunge eindringen oder an ihr andocken. Verdampfte Flüssigkeitsmoleküle aus Glyzerin, Wasser, Nikotin und Propylenglykol verhalten sich komplett anders. Sie verteilen sich im Gegensatz zu Zigarettenrauch so schnell in der Umgebungsluft, dass nebenbei stehende Dritte keine nennenswerte Menge inhalieren.

9. Die meisten E-Zigarettennutzer sind momentan noch duale Konsumenten, rauchen also neben der elektrischen Zigarette weiter Tabakzigaretten – allerdings, und dies erwähnt die WHO nicht, meist mit der festen Absicht, Tabakzigaretten bis auf Null zu reduzieren. Alle Untersuchungen weisen daraufhin, dass schon eine partielle Reduzierung des Tabakkonsums bei der Regenerierung der durch Zigarettenkonsum verursachten Störungen helfen kann.

 

Fortsetzung: Gerry Stimson oder: Welches Problem haben die Gesundheitsbehörden mit E-Zigaretten?

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Weiterführende Links
Nicotinepolicy
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1 comment

  1. Zitat:
    „Eine Generalisierung aller Studien zur erfolgreichen Nikotinentwöhnung durch E-Zigaretten ergibt, dass die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Tabakzigarettenentwöhnung ohne weitere professionelle Hilfe beim Gebrauch von E-Zigaretten um 60% höher liegt als bei anderen Nikotinersatztherapien…“

    Ist Euch klar was ihr macht?
    Ihr seht die E-Zigarette selbst als „Nikotinersatztherapie“ an!
    Und ein „Nikotinersatzprodukt“ braucht nun mal 100 % Sicherheit und Standards…so wie Nicorette.
    Weiteres Zitat:
    “ Die meisten E-Zigarettennutzer sind momentan noch duale Konsumenten, rauchen also neben der elektrischen Zigarette weiter Tabakzigaretten – allerdings, und dies erwähnt die WHO nicht, meist mit der festen Absicht, Tabakzigaretten bis auf Null zu reduzieren“

    Wer „aufhören“ will, der benötigt 100% Sicherheit und Standards…..so wie Nicorette.

    Was genau sollte man denn aufhören mit Nicorette?
    Das RAUCHVERHALTEN…..man sollte aufhören, Wölkchen zu machen….UND das Nikotin musste weg!
    1907 hat man bereits herausgefunden, dass Nikotin per DAMPF Rauchern gut Nikotin liefert:
    Zitat:
    „Auch reiner Nikotindampf wird viel stärker von der Mundhöhle absorbiert, als dies aus dem Rauch der Fall ist.
    Es ist also im Rauch ein Körper vorhanden, der die Absorption des Nikotins und Ammoniaks stört. “
    http://books.google.de/books?id=s0SgAAAAMAAJ&q=nikotindampf&dq=nikotindampf&hl=de&sa=X&ei=A9MdVJO6FKLpywPR5IDIDA&ved=0CEwQ6AEwCDgK

    1909
    „Ich habe analoge Versuche über die Absorption von Nikotindampf beim Einsaugen in den Mund anstellen lassen und ebenfalls sehr hohe Absorption erzielt. “
    Tabelle Von Prof. Dr. K. B. Lehmann. 381.
    http://books.google.de/books?id=5UkyAQAAMAAJ&q=nikotind%C3%A4mpfe+k.b.+lehmann&dq=nikotind%C3%A4mpfe+k.b.+lehmann&hl=de&sa=X&ei=kMc1VPbEF8KpygPcgYGwBQ&ved=0CDUQ6AEwAg

    Ich kann das bestätigen: Als ich eine E-Zigarette gekauft habe, wollte ich keineswegs „aufhören“, sondern wie gewohnt „weitermachen“.
    Ich habe NICHTS mitbekommen von der ganzen Entwöhnerei (ausgelobter Verwendungszweck der E-Zigarette durch die E-Raucher selbst)…ich hatte doch alles, was ich brauchte als RAUCHERIN.
    Dementsprechend wunderte ich mich, als es mir immer besser ging…das habe ich nicht einmal erwartet!
    Nikotin ist doch ein Nervengift….und ich dampfte 24mg-Liquids…?

    Den Leuten erzählte man seit fast 200 Jahren, dass Nikotin höchst schädlich ist.
    Komisch…heute denken das die Raucher auch noch.
    Damals erzählte man den Leuten auch, sie sollen ohne Nikotin rauchen, das wäre weniger schädlich.
    Nachdem mir klar war, dass Nikotin eh schädlich ist, war der Dampf auch schon egal…so dachte ich.
    Ich wollte mit Dampf RAUCHEN und ich hab hervorragend damit „geraucht“…bis mir E-Raucher und eine Definition sagten, es sei kein „Rauchen“.
    Rauchen sei das bewusste Einatmen von Rauch verbrennender Pflanzenteile….

    Ja, warum soll ich denn Verbrennungsrauch einatmen, wenn das auch wunderbar mit Dampf geht?
    Ansonsten hat sich doch nichts geändert? Und „Rauchen“ ist doch Nikotinrumpaffen? Dachte ich…

    Tjoo….“Rauchen“ kann man uns mündigen Bürgern nicht verbieten (Handlungsfreiheit, Grundgesetz), aber „Nichtrauchen“ kann man uns unterm Hintern wegregulieren (E-Raucher sagen, sie wollen die Handlung aufhören), weil alle die E-Zigarette mit einer ZIGARETTE verwechselt haben und das funktioniert SUPER zum „Rauchen“, wenn genug Nikotin drin ist und super schmeckt.
    Einem „Raucher“ sind auch ein paar Schadstoffe egal, denn üblicherweise inhaliert ein Raucher tausende davon mit Tabakzigaretten.
    Aber wer nun gedacht hat, er hätte „aufgehört“….dem ist das nicht egal…..dem ist schon ein Schadstoff zu viel und genau das nutzen die Regulierungsbehörden nun aus.
    Das nennt sich übrigens in der Psychologie „Sicherheits-Effekt“:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheitseffekt

    Den bekamen wir alle frei Haus automatisch 1980 „installiert“, als die „Nikotinersatztherapie“ geboren wurde.
    Kurz vor 1980 hat ein findiger Internist eine ZIGARETTE für RAUCHER entwickelt, die komplett tabakfrei war:
    Der Vorläufer unserer E-Zigarette…Favor.
    Zitat:
    „Zigarette ohne Feuer Die Medical World News berichtete 1980 von einer Zigarette, die nicht mehr angezündet wird, aber dennoch beim Inhalieren Nikotindampf entwickelt und das Nikotinbedürfnis des Rauchers befriedigt“
    https://www.google.de/search?q=nikotind%C3%A4mpfe+1865&btnG=Nach+B%C3%BCchern+suchen&tbm=bks&tbo=1&hl=de&gws_rd=ssl#q=nikotindampf&hl=de&tbm=bks&start=20

    Der lies sich nicht von den Behörden einschüchtern und zog das durch bis zur Marktreife….aber nun war ja Nicorette am Markt und diese Nikotinnebel-Zigarette musste sich damit vergleichen lassen.
    War nicht so gut wie Nicorette? Natürlich nicht..
    BAN!

    So….was wir haben, ist eine ZIGARETTE und zwar TABAKLOS und sie ist deswegen eine ZIGARETTE, weil sie die FUNKTION hat, eine Nikotin-Wolke produzieren zu können.
    Mehr braucht ein „Raucher“ nicht und „Raucher“ brauchen keine Sicherheitsstandards.
    Und das wusste man eben schon 1907…wahrscheinlich schon 1828, als man Nikotin aus Tabak rausholte.
    Einem Alkoholfan ist auch egal, ob er ihn aus einem brennenden Schnapsglas trinkt oder einem Nichtbrennenden.
    Genauso verhält es sich mit Nikotinrauchen. Mit dem Unterschied, dass Nikotin uns nicht tötet…und das hat man uns verschwiegen…das wusste man aber auch schon bereits damals:
    1902:
    „…daß die schädlichen Wirkungen des Tabakrauchs weniger auf das Nikotin als vielmehr auf das Kohlenoxyd und ganz besonders auf die darin enthaltenen giftigen, flüssigen Oele zurückzuführen ist“
    http://books.google.de/books?id=TFkzAQAAMAAJ&q=raucher+dampfer+nikotin&dq=raucher+dampfer+nikotin&hl=de&sa=X&ei=algZVIX6DojDO_rNgZAH&ved=0CFIQ6AEwBQ

    Als man das alles herausfand, hat man die damals gültige Definition von „Rauchen“ geändert und zwar „tabakindustrie-freundlich“.
    Die alte Definition war:
    Ein Tabakraucher war ein Dampfer
    1841 Hiersche
    http://books.google.de/books?id=SXr7P4nZniAC&pg=PA208&dq=zigarre+dampfen&hl=de&sa=X&ei=jApcU5-WG-uBywO6w4GIDQ&ved=0CEMQ6AEwAw#v=onepage&q=zigarre%20dampfen&f=false

    Wir müssen komplett umdenken…die verdingsen uns ganz anders, als bisher gedacht.