Die Schildbürger gegen Amerika: Eine Lektion in Weisheit

Die Schildbürger gegen Amerika: Eine Lektion in Weisheit

In der berühmten Stadt Schilda, wo die Menschen für ihre eigenartigen, aber lehrreichen Einfälle bekannt waren, geschah eines Tages etwas ganz Besonderes. Die Bürger hatten gehört, dass in einem fernen Land namens Amerika ein großer Mann namens Donald T. eine riesige Mauer bauen wollte, um sich vom Rest der Welt abzuschotten.

„Eine Mauer?“ rief Bürgermeister Klughelm erstaunt. „Nun, wenn er eine Mauer will, dann sollen wir ihm zeigen, was das bedeutet!“

Und so versammelten sich die klugen Schildbürger auf dem Marktplatz und berieten, was zu tun sei. Nach langem Nachdenken entschlossen sie sich zu einer gewaltigen Antwort: Sie würden Amerika einfach den Rücken kehren!

 

Der große Boykott von Schilda

„Wir haben jahrhundertelang ihre Pferdekutschen aus Eisen gekauft, die sie Autos nennen“, sagte Bäckermeister Brötlich. „Doch nun fahren wir nur noch mit Kutschen von Meister Wagenrad aus dem Nachbardorf.“

„Und ihr Apfel-Telefon? Wozu brauchen wir das?“ rief Schneider Fadenkreuz. „Wir nehmen einfach Brieftauben – viel zuverlässiger und ohne Ladegerät!“

„Kein Maisbrot aus Übersee mehr! Wir backen unser eigenes, und das schmeckt viel besser!“ fügte Marktfrau Kraut dazu.

Schilda war begeistert. Sie beschlossen, ab sofort keine Waren aus Amerika mehr zu kaufen, keine Filme aus Hollywood zu schauen und nicht einmal mehr an das Land jenseits des Ozeans zu denken.

Die große Verwirrung in Amerika

Als die Amerikaner merkten, dass die Schildbürger ihre Produkte nicht mehr kauften, gerieten sie in Panik.

„Was sollen wir nur tun?“ rief ein Geschäftsmann aus New York. „Schilda war unser wichtigster Kunde für Baseballmützen mit leuchtenden Eselsohren!“

„Und was ist mit unseren Musikschallplatten?“ jammerte ein Musiker. „Wer wird nun unsere Lieder über große Trucks und weite Straßen hören?“

Donald T. war erzürnt. „Wenn Schilda uns nicht mehr braucht, dann brauchen wir Schilda auch nicht!“ brüllte er. „Wir bauen eine noch höhere Mauer – bis in den Himmel!“

Und so begannen die Amerikaner, ihre Mauer immer höher zu bauen. Doch weil sie so damit beschäftigt waren, merkten sie nicht, dass die ganze Welt sich weiterdrehte – ohne sie.

Das große Lachen von Schilda

Jahre vergingen, und die Schildbürger hatten Amerika fast vergessen. Sie lebten glücklich mit ihren eigenen Waren, ihren Kutschen, ihren Brieftauben und ihrem köstlichen Brot.

Eines Tages aber klopfte es an der Stadtmauer. Ein erschöpfter Bote aus Amerika stand davor.

„Bitte, liebe Schildbürger, kommt zurück!“ flehte er. „Unsere Mauer ist so hoch, dass wir uns selbst ausgesperrt haben! Niemand kauft mehr unsere Waren, und unsere Läden sind leer.“

Die Schildbürger lachten herzlich. „So ist das mit Mauern“, sagte Bürgermeister Klughelm. „Wer andere ausschließt, schließt sich oft selbst aus.“

Und so beschlossen sie, den Amerikanern zu vergeben – aber nur unter einer Bedingung: Die Mauer musste wieder abgerissen werden.

So geschah es, dass die Schildbürger der Welt eine wertvolle Lektion erteilten: Wer sich abschottet, verliert mehr, als er gewinnt. Und wer seine Nachbarn respektiert, hat mehr Freunde, als er zählen kann.