So sieht die Marlboro e-Zigarette aus

Die Marlboro e-Zigarette kommt

Die Übernahme des eZigaretten-Marktes durch die Tabakindustrie läuft weiter auf Hochtouren: Nun haben sich in den USA zwei der amerikanischen Megaplayer zusammen getan.

Die Altria Group Inc. und Philip Morris International haben angekündigt, einander in Zukunft Lizenzrechte an Produkten und Produktionsaufträge zu vergeben sowie gemeinsam an der juristischen Front aufzutreten. Auf diese Weise wollen die beiden Firmen ihren Umsatz mit „risiko-reduzierten“ Nikotinprodukten wie eCigarettes weiter vorantreiben – in den USA und international.

Damit kommt erneut zusammen, was bis zum Jahre 2008 eine Firma war. Seit jenem Jahr ist Altria der exklusive Vertrieb für die Zigarettenmarke Marlboro in den USA. Die direkte Tochterfirma Philip Morris USA stellt in Richmond etwa die Hälfte aller in Amerika konsumierten Zigaretten her. Philip Morris International wiederum ist für den Rest der Welt zuständig. Die Übereinkunft stellt die erste gemeinsame Lizenzvereinbarung dar, seit Altria Philip Morris International als selbstständiges Unternehmen gelauncht hatte.

Mit dem Deal gewinnt Philip Morris International einerseits die Chance, mit seinen elektronischen Zigaretten auch auf amerikanischem Boden Fuß zu fassen. Das Unternehmen erteilt Altria die ausschließliche Erlaubnis, zwei von Philip Morris International seit 2012 entwickelte Dampfzigaretten in den USA zu vertreiben. Atria wiederum stattet Philip Morris International mit dem exklusiven Vertriebsrecht für ihre eZigaretten und zukünftige verwandte Produkte aus.

Altria-Sprecher Bill Phelps erklärte den Schritt als Reaktion auf die zunehmende Nachfrage nach innovativen neuen „Tabak“-Produkten durch ihre bestehenden Kunden. Allerdings könne noch niemand genau vorhersagen, welche alternativen Produkte sich schlussendlich bei den Verbrauchern etablieren würden. Deshalb würde man sich mit dem neuen Deal alle Türen offen halten und breitest möglich aufgestellt sein.

Bisher hat Altria selbst nur eine einzige eigene E-Zigarette vermarktet, die MarkTen. Sie wurde im August 2013 im Bundesstaat Indiana einer Verbraucher-Testphase unterzogen und dann für den Rest der USA freigegeben. Das Unternehmen hat noch keine diesbezüglichen Umsatzergebnisse veröffentlicht.

Gemessen an den Bemühungen der Konkurrenz um die amerikanischen eCigarette Kunden stellt dies einen sehr späten und erstaunlich vorsichtigen Eintritt in eine vielversprechende Nische dar. Die Vermutung liegt also nahe, dass die Kooperation mit Philip Morris International diesem etwas kümmerlichen Markteintritt nun neue Flügel verleihen soll.

Philip Morris wird MarkTen dem Rest der Welt vorstellen. Das interessante an dieser eCigarette ist ihre Wandlungsfähigkeit. Sie wird zwar als Einwegprodukt verkauft, Dampfer können sie aber durch den Erwerb von Zusatzteilen wiederverwendbar machen. Dies ist zwar eine recht innovative Technik. Ob die allerdings tatsächlich ein schlagendes Marketinginstrument ist, wird sich zeigen. Bisher war der Markt noch zu klein, um diesbezügliche aussagekräftige Marktforschungsergebnisse zu liefern.

Die Marlboro e-Zigarette

MarkTen - Marlboro  e-Zigarette von Philip Morris

Die MarkTen™ soll in der 2. Jahreshälfte auf dem deutschen Markt erscheinen. Die eingesetzte FourDraw ™-Technologie soll für eine konsequent gleichbleibende Dampf-Erfahrung sorgen. Die MarkTen ™ kann über den integrierten USB Anschluss aufgeladen werden.

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