Rauchen und die Fruchtbarkeit

E-Zigaretten: Gefahr oder Chance für die Empfängnisbereitschaft und das werdende Kind?

E-Zigaretten: Gefahr oder Chance für die Empfängnisbereitschaft und das werdende Kind?

Erhöhung der Fruchtbarkeit beim Dampfen?

Tabakkonsum tötet ja nicht nur, er vermindert auch die Lebensqualität und führt zu Erkrankungen und Einschränkungen der natürlichen Funktionsweisen des menschlichen Körpers. Eine der in dieser Hinsicht gravierendsten Veränderungen ist die Abnahme der Fruchtbarkeit – und zwar bei Frauen wie bei Männern. Die interessante Frage stellt sich allerdings, was genau für die weiter unten beschriebenen Symptome verantwortlich ist: Der durch Verbrennung generierte Zigarettenrauch inklusive aller Zusatzstoffe oder das Nervengift Nikotin, völlig unabhängig von der Art der Darreichung und der Beimischung von Zusatzkomponenten? Mit anderen Worten: Nimmt die Wahrscheinlichkeit, ein Kind zeugen zu können, mit der Umstellung vom Rauchen zum Dampfen zu? Oder ist der Konsum von E-Zigaretten für die Zeugungsfähigkeit und die Empfängnis eines gesunden Kindes genauso schädlich wie der von Tabakzigaretten?

Raucherinnen gefährden Kinderwunsch und Lebensfähigkeit

Das wissenschaftliche Problem bei dieser Frage liegt in der Kürze, mit der E-Zigaretten auf dem Markt sind. Die Reduzierung der Empfängnisbereitschaft von Raucherinnen ist seit Jahren umfassend dokumentiert. Sie nimmt nachgewiesenermaßen mit der Anzahl der täglich konsumierten Zigaretten sowie der Dauer des Konsums während der Lebenszeit zu. Auch für Männer gilt, dass Tabakkonsum die Qualität und das Verhalten von Spermata negativ beeinflusst (ich gehe unten nochmals genauer hierauf ein). Allerdings setzen die meisten Studien Zigaretten mit Nikotin gleich. Das ist verständlich, den bis vor zehn Jahren gab es ja nur Tabakzigarette als Konsumobjekte – und es ist fast unmöglich, genauer zu definieren, welche der mehr als 7000 Chemikalien, die den Körper mit jeder Zigarette schwemmen, negative Wechselwirkungen hat.

Klar ist, dass Rauchen – und in fast ebenso starkem Masse Passivrauchen – sich negativ auf den natürlichen Ablauf der Eibildung und des Eisprungs auswirkt; statistisch brauchen Raucherinnen wesentlich länger, um schwanger zu werden und erfahren häufiger eine Eileiterschwangerschaft. Rauchen kann zellulare Gebärmutterveränderungen und natürlich auch Krebs hervorrufen. Es kann die genetischen Voraussetzungen der sich entwickelnden Eizelle beeinflussen. Es führt zu einer Vergiftung der Plazenta (siehe Link) und damit zu einer Unterversorgung des Embryos mit Nährstoffen. Es kann zu verfrühten Wehen, Fehlgeburten und einer frühzeitigen Menopause führen. Häufig kommen die Babys von Raucherinnen krank zur Welt und entwickeln früh im Leben Suchtverhalten. Zusätzlich ist Rauchen eine der anerkannten Ursachen für den medizinisch insgesamt immer noch rätselhaften plötzlichen Kindstod.

Die Spermienqualität nimmt durch Rauchen drastisch ab

Rauchende Männer riskieren ebenfalls, die Fruchtbarkeit ihrer Spermien extrem zu reduzieren (von zigaretteninduzierter Impotenz und Erektionsproblemen mal ganz abgesehen). Die Anzahl der Spermien nimmt generell ab. Sie sind wesentlich weniger beweglich; dadurch verringert sich ihre Bereitschaft, auf das fruchtbare Ei zu zu schwimmen und es zu penetrieren. Zusätzlich sind die einzelnen Spermien weniger lebensfähig. Die für ihre Stabilisierung und ihren Hüllenschutz zuständigen Eiweißmoleküle verändern sich unter dem Einfluss von Tabakkonsum deutlich. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Erbgutschädigung, was wiederum die Fähigkeit des Spermiums verringert oder annuliert, das Ei vollständig zu befruchten. Gleichzeitig kann ein so verändertes Spermium zu Schäden des Embryos führen.

Passivdampfen könnte risikoreduziert sein

Noch kann es keine Langzeitstudien zur Wirkung von inhaliertem Nikotindampf auf die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen geben. Allerdings lassen sich einige Vermutungen anstellen. Da jedes Gift toxisch wirkt, sollte das Dampfen (ähnlich wie der Genuss von Alkohol und Kaffee) vor einer gewünschten und definitiv während einer Schwangerschaft unbedingt eingestellt werden. Den unabhängig vom Chemiecocktail der Tabakzigaretten ist Eines medizinisch nachgewiesen. Auch reines Nikotin kann die zelluläre Sauerstoffversorgung unterbrechen, den Blutdruck erhöhen und die Blutzufuhr verringern. Für den erwachsenen Organismus sind dies in Kauf zu nehmende Nebenwirkungen, die nicht unmittelbar lebensbedrohlich sind. Für die Entwicklung eines Fötus und Embryos aber, bei dem die Reibungslosigkeit aller Zellteilungsprozesse essenziell von einer kontinuierlichen Vitalstoffversorgung auf hohem Niveau abhängt, kann diese Unterversorgung katastrophal sein.

Allerdings lassen die sich häufenden und generell zum identischen Ergebnis eines sehr geringen Risikos kommenden Studien zum Passivdampfen interessante Schlüsse zu. Denn da sich die Zusammensetzung der Umgebungsluft durch das Dampfen hochwertigen nikotinhaltigen Liquids scheinbar nicht riskant verändert, wäre es für jeden Raucher quasi ein Impetus, auf E-Zigareten umzusteigen, sobald die Partnerin schwanger und später das Baby geboren ist. Zwar ist auch hier noch nicht annähernd geklärt, welche Raumluftkonzentrationen für Säuglinge bereits gefährlich sind. Aber eine deutliche Minimierung des lebensgefährlichen Risikos wird hiermit meines Erachtens auf jeden Fall erreicht.

Weiterführende Links
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