Die Shisha: Ursprung und Geschichte

Die Shisha - Ursprung und Geschichte der Schische

Die Shisha: Ursprung und Geschichte

Die Shisha (vom persischen “schische”) ist eine Wasserpfeife mit historischem Ursprung im arabischen Raum. Ihr Besonderheit liegt zum einen in der Vermischung des Tabaks mit Fruchtaromen oder getrockneten Früchten. Hierdurch wird der inhalierte Dampf als süßlich und geschmackvoll wahrgenommen. Zum anderen wird die Shisha hauptsächlich in Gemeinschaft geraucht; daher auch die inzwischen auch in Deutschland weit verbreiteten Shisha-Lokale, die sich speziell diesem Kulturphänomen verschrieben haben. Im Sommer sieht man auch Shisha-Kreise, die sich in Parks oder auf öffentlichen Plätzen treffen. Überall dort, wo das Tabakzigarettenrauchen gestattet ist, dürfen auch Shishas entzündet werden.

Entstanden sein soll diese Wasserpfeife in Indien, wo sie noch aus einer Kokosnuss und einem Bambusrohr hergestellt wurde. Die Ägypter, im Besitz der Glasbläserkunst, entwickelten dann den heute noch genutzten Flaschenkörper – und den Gemeinschaftskult. Von Persien aus wurde die Shisha dann zuerst in die arabische und schließlich in die ganze Welt getragen.

Die Grundsubstanz des Shisha-Rauchens ist ein feuchter Tabak, der sich aus trockenem Rohtabak, Glycerin und Melasse zusammensetzt und nach Wunsch mit den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen aromatisiert wird. Während traditionellerweise noch getrocknete Bestandteile der jeweiligen Geschmacksträger zum Einsatz kamen (wie getrockneter Apfel oder Orange und Honig), geben in Deutschland heute flüssige Aromen den Geschmack. Dieser reicht vom beliebtesten Apfel-Aroma bis zu exotischeren Ausrichtungen wie Lakritz oder Basilikum. Shishas ohne Tabak werden stattdessen mit nikotinfreien Dampfsteinen betrieben, die zuvor im Aromaliquid getränkt wurden, das bei Erhitzung verdampft.

Die Hitze der Shisha wird durch Wasserpfeifenkohle (Fahma) erzeugt, die zum Zeitpunkt der Auflage gut durchgeglüht sein muss. Diese lässt sich unterscheiden in selbst zündende Kohletabletten mit geringem Magnesiumgehalt und Naturkohle. Kohletabletten werden einfach mit dem Feuerzeug entzündet und glühen zwischen einer halben und anderthalb Stunden. Naturkohle, die oft aus Kokosnussschalen oder Olivenbaumholz besteht, muss mit Hilfe eines Gasbrenners oder Ofens entzündet werden, brennt dann aber länger und kontrollierbarer. Durch beide Kohlearten entsteht bei der Verbrennung Kohlenmonoxid, was Raucher und Umgebung belasten kann. Eine Lösung hierfür ist die inzwischen erhältliche elektrische Beheizung des Pfeifenkopfes.

Das Wassergefäß (meistens aus Glas, hin und wieder aus Metall oder Acryl, auch Bowl oder Vase genannt) nimmt mit seinem Volumen und der tatsächlichen Füllmenge Einfluss auf das Raucherlebnis. Die Rauchsäule aus Metall oder, seltener, Holz wird auf die Bowl gesteckt oder aufgeschraubt. Aus den Rauchanschlüssen in ihrem unteren Teil werden die meist spiralverstärkten Schläuche abgeführt, durch die Rauch inhaliert wird. Auf die Rauchsäule wird der Kopf mit Löchern aufgesetzt, in dem der Tabak abgelegt wird. Sowohl Design als auch Material des Kopfes können stark voneinander abweichen; eine Besonderheit sind aus ausgehöhlten Früchten gefertigte Köpfe.

Zum Rauchen wird das Wassergefäß mit Wasser gefüllt und die Rauchsäule so aufgesetzt, dass sie 2-3 cm ins Wasser hineinragt. Der Kopf wird mit Tabak befüllt und meist durch Alufolie abgedeckt. Hierauf wird dann die glühende Kohle gelegt. Die glühende Kohle erhitzt den Feuchttabak; der entstehende, meist als relativ kühl empfundene Dampf wird eingesogen.

Beim Gebrauch von Tabak ist dieser Dampf immer gesundheitsschädigend – die Frage ist, wie sehr. Dies hängt ab von der Qualität des Tabaks und der darin verwendeten Zusatzstoffe. Grundsätzlich ist die reine Nikotinaufnahme beim Wasserpfeifenrauchen höher als beim Tabakzigarettenkonsum. Bei Untersuchungen wurden im Wasserpfeifenrauch polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe und Nitrosamine nachgewiesen, die krebserregend sein sollen. In der Praxis leben Shisha-Raucher aber doch gesünder, da sie aufgrund der Rauchkultur und des relativ aufwendigen Zündverfahrens einfach weniger rauchen als Zigarettenkonsumenten.

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