Kanadische Jugendliche dampfen mehr als dass sie rauchen

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Kanadische Jugendliche dampfen und rauchen

Eine soeben veröffentlichte kanadische Statistik kommt zu dem überraschenden Schluss, dass kanadische Jugendliche im Jahr 2013 häufiger E-Zigaretten als herkömmliche Tabakzigaretten konsumiert haben. Die diesbezüglichen Ergebnisse der „Canadian Tobacco, Alcohol and Drugs Survey (CTADS)“ basieren auf Telefoninterviews, die mit 14,565 über 15-Jährigen Teilnehmern aus allen zehn kanadischen Bundesländern durchgeführt wurden. Die Ergebnisse wurden hochgerechnet auf alle 29.043.889 Kanadier, die über 15, aber unter 24 Jahren alt sind.

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Die CTADS ist die erste kanadische Umfrage überhaupt, die Fragen zum E-Zigarettenkonsum gestellt und statistisch ausgewertet hat. Das hauptsächliche Ergebnis war wie folgt. 9% oder 2,5 Millionen aller über 15-jährigen (einschließlich der Erwachsenen) hat das Dampfen bereits ausprobiert, darunter 20% aller 15- bis 19-jährigen und ebenfalls 20% aller 20- bis 24-jährigen.

55% aller Kanadier, also auch der Erwachsenen, die E-Zigaretten ausprobiert hatten, haben diese ohne Nikotin gedampft, 26% mit; 19% waren sich nicht sicher ob des Nikotingehalts des inhalierten Liquids. 51% aller Raucher und Ex-Raucher, die jemals eine E-Zigarette ausprobiert hatten, benutzten diese auch weiterhin als Entwöhnungsmittel. Dabei befragte die CTADS sie nicht nach dem diesbezüglichen Erfolg.

Im Vergleich dazu war der Tabakkonsum bei den 15- bis 19-Jährigen so niedrig wie nie zuvor. Er lag bei 11%; 5% davon rauchten täglich, 6% gelegentlich.

In Kanada sind nikotinhaltige Liquids komplett verboten

Diese Zahlen haben eine Reihe von Gesundheitsexperten der Regierung und unabhängiger Organsiationen dazu genutzt, ihre Sorge über die einfache Verfügbarkeit von E-Zigaretten mit und ohne Nikotin für Jugendliche zu äußern. In Kanada sind E-Zigaretten an sich unreguliert; ohne Nikotin dürfen sie überall und ohne Altersbeschränkungen verkauft, gekauft und beworben werden. Mehr und mehr Vape-Shops werden in ganz Kanada eröffnet, vor allem in den letzten zwei Jahren, wie Kate Ackerman, die Gründungsdirektorin der „Electronic Cigarette Trade Association of Canada“ angibt.

Nikotin selbst ist vom kanadischen Gesundheitsministerium als Droge klassifiziert. Deshalb dürfen nikotinhaltige Liquids in Kanada überhaupt nicht veräußert oder erworben werden, weder von Jugendlichen noch von Erwachsenen. Sie sind schlichtweg verboten. Dennoch sind sie unter den Theken problemlos erhältlich. Ungefähr ein Viertel der befragten E-Zigaretten-Nutzer gab an, dass seine oder ihre letzte gedampfte eCig Nikotin enthielt.

Die Anti-Tabak-Organisation „Non-Smokers’ Rights Association“ organisiert Kampagnen gegen dieses Phänomen. Ihrer Meinung nach liegt das Problem in der Ignoranz der Regierung, wenn es um diesbezügliche Gesetzesbrüche geht. Diese würden einfach nicht verfolgt. Beschwerden über spezifische Vape-Shops würden zwar entgegen genommen, aber nicht nachverfolgt.

Das Problem an der CTADS-Umfrage ist die Aussagekraft der Daten. Es wäre entscheidend zu wissen, ob der gesunkene Tabakzigarettenkonsum an den praktizierten E-Zigarettenkonsum geknüpft ist, oder eher einer intelligenten Anti-Tabak-Aufklärung der Regierung, Schulen und Medien zu verdanken ist.

Weiterführende Links
Goverment of Canada

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