Cannabis Tee - so nicht

Cannabis Tee – jahrhundertealter, heilsamer Zaubertrank

Cannabis Tee gehört nicht nur zu den ältesten Naturheilmitteln der Welt, er ist auch für viele Menschen eine der verträglichsten und angenehmsten Arten, Hanf zu konsumieren. Die Cannabis Tee Wirkung hängt dabei von der Zubereitungsart ab; sie reicht von mild und leicht entspannend bis zu potent und akut therapeutisch. Je nach Einsatz und Kultur haben sich im Lauf der Zeit die unterschiedlichsten Cannabis Tee Rezepte entwickelt, die wir in diesem zweiteiligen Bericht einschließlich ihrer Wirkweisen vorstellen.

Wer nach Methoden zur Zubereitung von Cannabis Tee sucht, meint in vielen Fällen eigentlich Marihuana Tee, also eine THC-haltiges High(ß)getränk, gewonnen aus den decarboxylierten (mehr zu diesem unaussprechlichen Begriff später) Buds der Cannabis-Pflanze. Doch psychoaktiver Gras Tee ist nicht die einzige Art und Weise, Hanf als köstliche Infusion zu genießen. Es wäre schade, sich dem Genuss des Nutz- oder Speisehanf-Tees, der zwar nur einen minimalen THC-Anteil, aber dafür andere erstaunliche Eigenschaften aufweist, zu verschließen.

Im ersten Teil dieses Artikel stellen wir deshalb Rezepte für die Zubereitung von Nutzhanftee und deren Wirkung vor. Der zweite Teil beschäftigt sich dann mit Weed Tee Rezepten, die eine perfekte Alternative zu Joint & Co. sein können.

Hanf Tee – unschuldig und dabei wirklich wirksam

Lose Cannabis Blätter

Der auch bei uns völlig legale Hanftee wird aus sogenanntem Nutz- oder Faserhanf gewonnen, der extrem wenig Tetrahydrocannabinol (THC) enthält – in Deutschland schon rein gesetzlich weniger als 0,2 %, da er sonst im Land nicht angebaut und auch nicht importiert werden dürfte. Dass wir überhaupt in einen gesetzestreuen Genuss von Cannabis Tee kommen können, ist einem seltenen Geistesblitz der EU-Kommission zu verdanken. Sie verfügte 1989, dass der Anbau von Faserhanf legalisiert werden muss – eine Vorgabe, die zu ratifizieren sich die Bundesregierung dann 1996 auch endlich bequemte.

Seit es bei uns nun kein pauschales Hanfanbauverbot mehr gibt, kann man Hanf Tee auch aus kontrolliert biologischem, deutschem Anbau erwerben. Das lohnt die Suche, schon um jene Landwirte zu unterstützen, die sich dem Abenteuer Hanfanbau mit Leib und Seele verschrieben haben. Doch auch wer Hanftee aus dem Ausland bestellt, sollte auf zertifiziert-organischen Ursprung achten, damit die wohltuende Wirkung nicht durch Rückstände von chemischem Dünger wieder zunichte gemacht wird.

Wer auf die Idee kommt, Faserhanf selbst auf dem Balkon zu ziehen („Für meinen Teebedarf reichen fünf Pflanzen doch locker aus“), der hat zwar mitgedacht, aber die Rechnung ohne die Bürokratie gemacht. Auch der Anbau von Speisehanf ist nach wie vor nicht nur genehmigungspflichtig, sondern nur hauptgewerblichen, landwirtschaftlichen Betrieben mit einer bestimmten, bewirtschafteten Mindestfläche unter strengen Auflagen gewährt (oder, das Ganze nochmal in Amtsdeutsch: „Der Anbau von Nutzhanf ist nur den Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne des § 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) erlaubt, deren Betriebsflächen die in § 1 Abs. 2 ALG genannte Mindestgrößen erreichen oder überschreiten.“)

Marihuana auf dem Balkon

Wer sich dennoch für den heimischen Tee-Anbau entscheidet, sollte auf Wuchshöhe und nachbarschaftliche Toleranz achten – was natürlich in keinster Weise eine Anstiftung darstellen soll!

Hanf Tee Rezepte und Zubereitungsarten

Doch zurück zum Kraut. Am besten entfaltet sich das Aroma des Hanf Tees, wenn die losen, getrockneten Blätter in heißem Wasser aufgebrüht werden. Hanftee duftet übrigens kräutrig und leicht blumig, aber überhaupt nicht nach Marihuana. Für etwa 250 ml Tee genügt meist ein gehäufter Teelöffel Hanftee-Mischung, die nach dem Aufgießen mit sprudelndem Wasser noch vier bis fünf Minuten zieht – bei längerer Ziehzeit wird er leicht bitter. Der fertige Hanf Tee hat eine wunderschöne, sattgrüne Farbe, ein wenig dunkler als grüner Tee. Er schmeckt mild und erinnert wiederum in Nichts an Weed in seiner psychoaktiven Form.

Hanftee ist ist frei von Coffein und Gerbstoffen und daher gut bekömmlich. Er eignet sich hervorragend als Begleitung zu Fasten- oder Entschlackungskuren. Auch eine Ein-Tages-Reinigungskur lässt sich mit Hanftee wunderbar umsetzen. In diesem Fall ist mein persönlicher Tipp eine Mischung aus 40% Hanfblättern, 40% selbst getrockneten, jungen Brennnesselblättern und 20% Minzblättern.

Oft kommen Hanf-Tees schon als Blüten- oder Kräuter-Mix aus der Tüte. Eine Kombination mit Citrusfrüchten wie Orange oder Zitrone schmeckt besonders erfrischend. Als Abendtee ist der Hanf Tee mit seiner beruhigenden und ausgleichenden Wirkung seit Jahrhunderten in seinen Ursprungsländern beliebt. Für einen sanften Schlaftrunk kann der Hanftee etwa mit Melisse, Johanniskraut und Himbeerblättern in beliebiger Kombination gemischt werden. Als Smoothiegrundlage oder als Eistee eignet sich der Hanftee erst aufgegossen und dann abgekühlt ebenfalls wunderbar, auch in Kombination mit getrockneten Apfelwürfelchen oder grünem Tee.

Die spürbare medizinische Wirkung des Hanftees erschließt sich aus den enthaltenen Cannabinoiden wie Cannabinol (CBN) oder Cannabidiol (CBD). Im Gegensatz zu den ebenfalls in Hanf vorkommenden Flavonoiden sind die Cannabinoiden genauso wenig wie das THC wasserlöslich. Sie bedürfen einer zusätzlichen Fettquelle, um für den Körper verfügbar zu sein. Zwar werden die gesundheitswirksamen Öle des Hanf durch kochendes Wasser grob aus den Pflanzenfasern gelöst. Um möglichst ergiebig verstoffwechselt zu werden, sollten sie sich aber an ein Fett binden können.

Wer Hanf Tee bei einem der unten aufgeführten Symptome einsetzen möchte, sollte ihn mit einem Schuss Pflanzenmilch und idealerweise noch einem aufgelösten Teelöffel reinem Kokosöl trinken – klingt gewöhnungsbedürftig, schmeckt tatsächlich aber köstlich. Beides sollte dem Tee bereits beim Ziehen, unmittelbar nach dem Aufgießen mit heißem Wasser, zugegeben werden. Ich persönlich erhitze sogar nur Hafermilch oder Mandelmilch mit einem Teelöffel Kokosnussöl bis kurz vor den Siedegrad und gieße mit dieser Mischung den Hanftee auf; das Ergebnis ist allerdings fast schon sättigend und hat nicht mehr die pure Klarheit unvermischten Tees.

Historisch: der jamaikanische Ganja Tee

Da der Cannabis-Anbau auf Jamaica immer noch illegal ist, wenden viele Farmer Mischkulturen an. So sind die Pflanzen optisch getarnt und eine gesunde Bodenstruktur wird erhalten. Auf Jamaica nimmt der Cannabis Tee eine spezielle Rolle als Heilmittel, das vom Joint kiffen als völlig unabhängiger Genuss betrachtet wird. Der berühmte Ganja Tee wird dabei nicht aus getrockneten Blättern der älteren Pflanze zubereitet. Stattdessen ist er eine hellgrüne, zart duftende Infusion aus heißem Wasser, das direkt auf die frisch gepflückten Blätter ganz junger Pflanzen aufgegossen wird. Vor allem auf dem Land gehört Ganja Tee selbstverständlich zum kulinarischen Alltag und wird von der ganzen Familie konsumiert. Er soll keinesfalls high machen, sondern hat hauptsächlich präventive Wirkung durch eine allgemeine Stärkung des Immunsystems und zum Stressabbau. Auch als Erste Hilfe bei herannahenden Erkältungen und Fieber gilt Ganja Tee als Geheimtipp.

Hanftee hilft bei den folgenden Erkrankungen und Symptomen

Hanftee mit Ingwer

Perfekte morgendliche Vorsorge in kalten Monaten: Hanftee mit dem Saft einer ausgepressten Zitrone und frischen Ingwerscheiben

 

Das folgende ist keine umfassende Aufzählung aller Krankheitsbilder, bei denen mit Öl oder Fett angereicherter Hanf Tee wirksam werden könnte. In vielen Fällen bedarf es tatsächlich der Verbindung von THC und Cannabinoiden, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Der zweite Teil dieses Artikels mit dem Fokus auf THC-haltigen Marihuana Tee, bietet weitere therapeutische Anwendungsmöglichkeiten.

Beruhigung und Kräftigung der Verdauungswege

Hanf Tee eignet sich ausgezeichnet gegen leichte Übelkeit und auch bei Erbrechen. Er lindert Magenkrämpfe und entspannt den Verdauungstrakt. Viele Hanf-Teetrinker sprechen auch von einer leicht Appetit anregenden Wirkung. Besonders erfolgreich haben sich Hanf-Tee-Kuren bei chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa herausgestellt. Die begleitenden Gewebeentzündungen reagieren wahrscheinlich positiv auf die vielen, im Cannabis enthaltenen antioxidativen Wirkstoffe. Bewährt hat sich hier eine Teemischung aus Hanf, grünem Tee und Kurkuma.

Stärkung und Revitalisierung des Immunsystems/ Stressabbau

In vielen kulinarischen Traditionen wird Hanf Tee als präventives Mittel vor anstrengenden Situationen oder körperlichen Herausforderungen, sowie als Vorsorge bei Anbruch kalter Jahreszeiten getrunken. Hinzu kommt, dass er das menschliche Nervensystem beruhigt und damit zur Stressbewältigung beiträgt. Auch nach Krankheiten oder medizinischen Eingriffen wird Hanf Tee verabreicht, um die natürlichen Selbstheilungs- und Abwehrkräfte des Körpers zu stimulieren.

Entspannung und mentale Aufhellung

Cannabis wird von vielen Medizinern als natürliches Antidepressivum eingestuft. Während Hanf Tee zwar keine akuten Angstzustände mildert oder depressive Schübe abfangen kann, verhilft er vielen zur Depression neigenden Menschen zu einer generellen Stimmungsaufhellung. Psychologen vermuten, dass dies teilweise auch mit dem Ritual des Zubereitens und dem damit verbundenen Für-sich-selber-sorgen zu tun hat.

Krampflösung

Viele Multiple-Sklerose-Erkrankte empfinden Hanf Tee als entlastend. Insgesamt kann der Tee bei Krampfanfällen lindernd wirken und die Entspannungsphasen intensivieren.

Schmerzlinderung

Traditionell zubereiteter, aufgegossener Hanf Tee aus Nutzhanf hat nicht dieselben schmerzlindernden Eigenschaften wie aktives THC in Verbindung mit Cannaboiden. Dennoch hilft auch Hanftee bei Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen und vor allem Migräneanfällen. Gerade bei der Behandlung von Migräne hat sich Hanf Tee als erstaunlich wirksam herausgestellt: Er dämpft nicht nur den Schmerz, sondern lindert auch die anderen unangenehmen Begleiterscheinungen wie Übelkeit.

THC-haltiger Cannabis Tee – heilsames High, genussvoll zelebriert

Im zweiten Teil dieses Berichts zu den erstaunlichen Wirkungen von Cannabis Tee gehen wir näher auf seine THC-haltige Variante ein, auch als Marihuana Tee oder Gras Tee bekannt.

Cannabis Tee - so nicht

Ganz so einfach geht’s dann doch nicht…

 

Medizin und Ritual: Cannabis Tee hat eine reiche Geschichte

Cannabis Tee ist weit mehr als nur eine Alternative zum Kiffen. Der TeeHC ist seit Jahrhunderten ein für seine ganz spezifischen Eigenschaften geschätztes Genussmittel. Durch die Kulturen hindurch wurde Cannabis Tee auf ganz unterschiedliche Weisen genutzt und zubereitet: als Medizin, zu rituellen Zwecken und natürlich, um einfach das charakteristische High zu genießen.

In Indien ist die Tradition des Marihuana Tee Genusses uralt. Er wird dort als Bhang bezeichnet und ist eine zeremoniell zubereitete und getrunkene Köstlichkeit, die Gästen als Zeichen besonderer Wertschätzung serviert und den Göttern als Opfergabe dargebracht wurde. Die sich durch den Bhang entfaltende Wirkung wurde daher auch als spirituelle Energie betrachtet, die aufgrund der göttlichen Potenz Krankheiten von Körper und Geist vertreiben konnte.

Viele traditionelle Kulturen wussten um die Besonderheit des Cannabis Tee, die sich aus der Form der Zubereitung und dem Zusammenwirken der Inhaltsstoffe erschließt. Seine körperlichen und mentalen Effekte unterscheiden sich von denen beim Kiffen, vor allem bei therapeutischer Anwendung.

Das Zusammenwirken von THC und THCA im Cannabis Tee

2007 hat ein holländisches Forscherteam sich die spezifische chemische Struktur des THC-haltigen Tees genauer angeschaut („Cannabis tea revisited: a systematic evaluation of the cannabinoid composition of cannabis tea“/Arno Hazekamp, Krishna Bastola, Hassan Rashidi, Johan Bender, Rob Verpoorte).

Ihre Funde sind erstaunlich, vor allem, da der Cannabis Tee bisher wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit genossen hat. Zu Verstoffwechselung wird Marihuana notwendigerweise erhitzt. Aber bei anderen Formen der Einnahme, also dem Kiffen gerollter, getrockneter Blätter oder zerkrümelten Hashs, dem Inhalieren von Dampf oder dem Essen von verbackenem Hanf findet dies bei wesentlich höheren Temperaturen statt als im Cannabis Tee. Lange Zeit konzentrierten sich die Studien hinsichtlich medizinischer Effekte des Hanf einzig auf das THC. Erst in jüngerer Zeit wurde deutlich, dass es die gemeinsame Wirkung von THC und THCA ist, die therapeutisch am wirkungsvollsten sein könnte.

THC und THCA im Cannabis Tee

THCA steht für THC-Acid, also die Carbonsäure des Tetrahydrocannabinol. THCA ist das noch nicht psychoaktiv wirkende Cannabinoid, das in Cannabispflanzen entsteht. Das für das spätere High verantwortliche THC ist in diesem natürlichen Zustand noch an eine Carboxyl-Gruppe (COOH) gebunden. Je nachdem, an welche Stelle die Carboxyl-Gruppe sich kettet, wird zwischen THCA-A und THCA-B unterschieden. Das psychoaktive THC entsteht erst durch den Entzug von Feuchtigkeit, also dem Trocknungsprozess des Marihuana und wird durch die folgende Erhitzung beim Anzünden der Blüten noch forciert (Decarboxylierung).

THCA: Der unentdeckte Superwirkstoff?

Beim Aufbrühen von Cannabis Tee (eines der im Folgenden beschriebenen zwei Hanf Tee Rezepte) entfällt die Decarboxylierung. So bleibt im Tee noch ein Großteil des THCA erhalten und ist im Labor zusammen mit dem THC-Gehalt nachweisbar. Noch wurde nicht genügend THCA-Forschung betrieben, um seinen therapeutischen Nutzen präzise bestimmen zu können. Gehen Wissenschaftler aber die vorhandene medizinische Literatur Cannabis nutzender Kulturen durch, die durchweg Cannabis Tee eingesetzt haben, wird klar: THCA ist essenziell mitverantwortlich für die enorme, heilende Potenz, die Marihuana zugeschrieben wird.

Wer sein Gras hauptsächlich aus medizinischen Gründen konsumiert oder sich von den heilenden Eigenschaften des Hanf überzeugen möchte, ist deshalb mit aufgebrühten Cannabisblüten (Hanftee Rezept siehe weiter unten) unter Umständen am besten bedient – oder sollte sie als Alternative zum Joint einfach mal probieren.

Vor allem die folgenden Eigenschaften scheint die systemische Verbindung aus THCA und THC mitzubringen: sie wirkt anti-entzündlich, etwa gegen Arthritis; neuroprotektiv, was sich bei der Behandlung von neuro-degenerativen Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson positiv auswirkt; antiemetisch, also gegen Übelkeit und Appetitlosigkeit; sowie wachstumshemmend im Falle von Gewebeveränderungen wie Tumoren, wie Studien zu Prostatakrebs nachgewiesen haben. Außerdem wird THCA als mögliches Therapeutikum für Patienten mit Schlaflosigkeit, Muskelkrämpfen und chronischen Schmerzen untersucht.

Cannabis Tee – Wirkung und Dauer

Cannabis Tee – Wirkung und Dauer

Die Wirkung der verschiedenen Cannabis Tee Rezepte ist sehr ähnlich, Ausreißer gibt’s da kaum. Trotzdem ist es schwer vorhersagbar, wie lange das Tee-High anhält und wie stark es empfunden wird.

Wie bei den meisten oralen Einnahmetechniken dauert es bis zu einer Stunde, bevor der Tee seine ganze Wirkung entfaltet. Dann allerdings sind viele Teetrinker überrascht, wie intensiv der Effekt ist – und vor allem, wie lange er anhält, häufig zwischen vier bis zu acht oder sogar zehn Stunden, natürlich mit abnehmender Tendenz. Nach zwei bis drei Stunden ist das Stoned-Gefühl am intensivsten, danach nimmt es ab. Durch die lange Wirkdauer eignet sich Gras Tee deshalb besonders gut zur Linderung chronischer Schmerzen oder Krämpfe (etwa bei MS-Erkrankungen).

Auf geht’s: Cannabis Tee Rezepte für Experimentierfreudige

1.“Cannabis-Wasser“ – milde Alternative für Puristen

Cannabis-Wasser – milde Alternative für Puristen

Aufguss geht auch mit frischen Blättern, jedoch sollte der Blütenanteil hoch sein.

Wie schon erwähnt, ist THC nicht wasserlöslich. Deshalb erwähnen die meisten Cannabis Tee Rezepte auch mindestens eine Fettstoffquelle. Dennoch: Auch aus Wasser und Pflanzenteilen lässt sich ein sehr guter und vor allem im Hinblick auf das noch enthaltene THCA und andere Cannabinoide heilsamer Cannabis Tee zubereiten. Aus chemischer Sicht ist es nämlich nicht unabdingbar notwendig, dass die essenzielle Substanz sich in Wasser lösen kann. Entscheidend ist zunächst, dass der Wirkstoff sich aus den Blüten löst und im Wasser schwimmt, so dass er beim Trinken oral mitaufgenommen wird; dies wird durch das Erhitzen erreicht. In diesem Fall ist der Cannabis Tee schlicht eine Wasser-Wirkstoff Emulsion.

Diese ist einfach hergestellt. Auf ein Liter warmes Wasser kommt ein Gramm getrocknetes Cannabis (im Falle der gerade gepflückten Pflanze ist es fast unmöglich, aussagekräftige Anweisungen zu geben – hier muss ausprobiert werden), das dem Wasser direkt zugegeben wird. Dieses Mischungsverhältnis beim ersten Versuch von Anfängern eingehalten werden; danach ist es natürlich variabel und kann nach oben geschraubt werden. Das Wasser wird zum Köcheln gebracht und 20 Minuten lang durchgehend erhitzt. Anschließend sollte das Weed noch etwa ein bis zwei Stunden im abkühlenden Wasser einweichen, bevor es durch ein Sieb gegossen wird. Zur Wirkungsmaximierung kann jetzt noch ein Teelöffel aufgelöstes, reines Kokosfett hinzugegeben werden.

Soll der Tee aufbewahrt werden, dann muss ihm ein Löffel Pflanzenmilch wie etwa Mandelmilch hinzugegeben werden. Ansonsten verliert er bei Lagerung zu viel aktive Inhaltsstoffe; der THC-Gehalt nimmt ohne Fettquelle bei Lagerung rapide ab. Im Kühlschrank hält sich der Cannabis Tee so fünf Tage und länger. Er kann kalt (auch als Smoothie-Grundlage) genossen oder wieder erhitzt werden. Honig, Minztropfen oder Ahornsirup fügen ein angenehmes Aroma hinzu.

Dosierung

Einsteiger sollten mit einer Tasse (ca. 200ml) sanft wieder erhitzten Cannabis Tees beginnen und das Einsetzen der Wirkung abwarten. Wer zuvor noch nie Cannabis genutzt hat, steigt sogar besser mit einer halben Tasse ein. Sollte diese noch zu schwach ausfallen, um therapeutisch zu wirken, können morgens und abends je eine Tasse konsumiert werden. Generell ist bei der ersten oralen Einnahme von Cannabis Mäßigung geboten. Die Cannabis Tee Wirkung überrascht zudem oft auch erfahrene Nutzer.

2. Cannabis Tee – Der Klassiker mit Cannabis-Butter

 

Für dieses sehr einfach zubereitete Cannabis Tee Rezept wird eine Tasse kochendes Wasser, ein Teelöffel Cannabis Butter und ein Teebeutel mit Teesorte nach Wunsch benötigt. Cannabisbutter und Teebeutel werden in einen großen Teebecher gegeben, das Wasser aufgekocht und darüber gegossen. Die Cannabisbutter sollte sich vollständig aufgelöst haben, bevor der Tee getrunken wird. Cannabisbutter ist, je nach Zubereitungsart, stark bis sehr stark – mehr als ein Teelöffel pro Becher sollte deshalb nicht verwendet werden, vor allen nicht von Einsteigern.

Ebendiese werden jetzt vielleicht fragen: Cannabisbutter?????? Diese Form der THC-Bindung an Fett ist einer der kulinarischen Ecksteine der Weed-Küche und unkompliziert in der Zubereitung, wenn auch etwas zeitaufwendig. Cannabutter-Rezepte gibt es viele. Unseres stellt nur eine Variante dar, die aber zur Zubereitung von Tee besonders geeignet ist.

Cannabis-Butter: Das Rezept

Cannabis Tee – Der Klassiker mit Cannabis-Butter

Sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus, schmeckt aber erstaunlich angenehm

Ein Wort der Warnung vorab: Sollte Cannabis Butter zufälligerweise weder in Amsterdam noch Denver hergestellt werden, bedarf es toleranter Nachbarn oder eines sehr guten Dunstabzugs. Stark erhitzt und an Butter gebunden riecht Weed besonders ausgeprägt nach…nun ja, Weed.

Die Zutaten für Cannabis Butter sind einfach: ein halber Liter Wasser, 250 g Bio-Butter (bereits gesalzene Butter bringt das potentere Produkt hervor, schmeckt aber im Tee gewöhnungsbedürftig) und 75 g Cannabis-Buds. Das Wasser zum Kochen bringen, Butter und Buds hineinwerfen, Temperatur hinunter regeln und die Mixtur etwa eine Stunde lang auf niedrigster Flamme erhitzen. Nicht einfach vor sich hin köcheln lassen, sondern immer mal wieder umrühren. Wird das Ganze zu sämig, muss eventuell noch etwas Wasser nachgegossen werden.

Nach einer Stunde das Gemisch in ein grobes Geschirrtuch gießen, durch das Material pressen und in einer Schüssel auffangen. Über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Morgens hat sich die fertige Cannabisbutter vom Wasser getrennt und schwimmt an der Oberfläche. Sie kann nun behutsam abgeschöpft und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

LINK:A systematic evaluation of the cannabinoid composition of cannabis tea

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Kommentar verfassen