Aroma schützen – so sollte Kaffeepulver gelagert werden

Aroma schützen – so sollte Kaffeepulver gelagert werdenWer über keinen eigenen Kaffeevollautomaten oder eine schicke Kaffeemühle verfügt, greift meist zu fertigem Kaffeepulver. Doch ist die Vakuumverpackung erst einmal geöffnet, tendiert Kaffeepulver dazu, ziemlich schnell sein Aroma zu verlieren, wenn er falsch gelagert wird. Doch wo packt man das feine Pulver am besten rein, um möglichst lange etwas von der Lieblingsbohnenmischung zu haben? Omas alte Metalldose? Ein Plastikgefäß zum Verschließen? Alles falsch! Wir verraten, wie der Kaffee frisch und aromatisch bleibt – bis zu acht Wochen!

Was gilt es zu vermeiden?

Das feine Kaffeearoma hat sechs „große Feinde“ von denen man es möglichst fern halten sollte:

  • Sauerstoff: Benutzt man eine nicht luftdichte Dose (oder noch schlimmer: lässt die offene Kaffeepackung einfach draußen stehen!), gelangt Sauerstoff an den gemahlenen Kaffee. Durch diesen wird eine chemische Reaktion ausgelöst, durch den der Kaffee ranzig – und damit ungenießbar – werden kann!
  • Licht: Direkte Sonneneinstrahlung sorgt dafür, dass die Aromen im Kaffee zersetzt werden. Das Aroma wird dadurch spürbar abgeschwächt und zwar schon nach wenigen Tagen!
  • Hitze & Feuchtigkeit: Durch Temperaturunterschiede (zum Beispiel durch eine Lagerung im Kühlschrank und draußen) kann sich Kondenswasser in der Dose absetzen und in den Kaffee ziehen.
  • Das falsche Material: Früher waren durchsichtige Kaffeedosen aus Plastik ein echter Renner. Heute weiß man, dass, obwohl solche Dosen zwar luftdicht schließen, sie auch die Aromen vorheriger Inhalte speichern und abgegeben können. Hat man vorher also vielleicht Tee in dem Gefäß gelagert, nimmt der Kaffee die Restaromen davon aus und das merkt man dann am Geschmack.
  • Geruchsstoffe: Kaffee, vor allem gemahlen als Pulver, ist sehr anfällig dafür, andere Geruchsstoffe anzuziehen und aufzunehmen. Deshalb sollte man den Kaffee nie im Gewürzschrank oder gar dem Kühlschrank aufbewahren! Außer natürlich, man hat Gerüche im Kühlschrank, die man los werden möchte, dann kann ein kleines Schälchen mit Kaffeepulver helfen – allerdings sollte man den dann später nicht mehr aufbrühen!

Die ideale Aufbewahrungsform von Kaffeepulver

Jetzt wissen wir, was nicht gut für die Aufbewahrung von Kaffeepulver ist, kommen wir zu dem noch wichtigeren Teil: wie macht man es denn nun richtig?

Natürlich ist es am besten, wenn man den Kaffee als Bohnen kauft, ihn direkt einfriert und dann die Kaffeebohnen vor dem Aufbrühen frisch in die Mühle packt. Aber das bedeutet natürlich auch immer etwas Aufwand – etwas, worauf man meistens weder Lust, noch die Zeit für hat. Ganz geschweige denn, dass man dann zusätzlich über einen Kaffeevollautomaten oder eine Kaffeemühle verfügen muss.

Greift man also auf fertig gemahlenes und vakuumverpacktes Kaffeepulver zurück, sollte man schauen, dass man keine zu großen Mengen kauft. Wer nur ab und zu ein Tässchen Kaffee trinkt, kann direkt auf kleinere Gebinde zurückgreifen. Während im Supermarkt die „Mindestgrößte“ meist ein halbes Pfund (also 250 Gramm) ist, kann man bei kleinen Kaffeeröstereien auch noch kleinere Päckchen mit 85 oder 100 Gramm bestellen.

Den gemahlenen Kaffee packt man nun am besten in eine helle und blickdichte Keramikdose mit einer Gummidichtung für die Luftundurchlässigkeit. Keramik verfügt über eine glatte Fläche, an der keine Gerüche haften bleiben können und zudem zieht die helle Farbe weder Hitze noch Sonnenlicht an.

Am besten stellt man diese Keramikdose in einen dunklen Schrank, in dem Temperaturen leicht unter der Zimmertemperatur herrschen (etwa 18° Celsius) und wo sich keine anderen Gewürze oder ähnliches befinden.

Hält man sich an diese Tipps, kann der gemahlene Kaffee sein Aroma bis zu 8 Wochen halten!

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