Japan verkauft 1.000 humanoide Roboter – in nur einer Minute!

Humanoider Roboter mit Gefühlen

Roboter Pepper Foto:Softbank

Seit vielen, vielen Jahrzehnten sind die Menschen von künstlicher Intelligenz und sogenannten Robotern fasziniert. Schon die Kids in den 60er Jahren spielten mit Robotern und der erster Blechroboter stand 1937 in den Kinderzimmer – der Lilliput Roboter. Doch all das waren nur Toys, die heute keine News mehr wert wären, denn sie waren zwar mit Mechanik gefüllt, revolutionär für damalige Verhältnisse, aber eben ohne „emotionale Intelligenz“. Ohne die Gabe, auf den Menschen reagieren zu können. Das ist heute anders und drum ist der Roboter der Firma Softbank auch eine News wert!

Der Hang zur „künstlichen Intelligenz“, dem perfektionierten Roboter

Das, von dem Menschheit seit Jahrzehnten träumt, scheint nun wahr zu werden. Ob das gut ist, was die News berichten, wird man wohl erst in einigen Jahren sehen. So hat das japanische Unternehmen Softbank 1.000 Roboter mit Computersteuerung binnen einer Minute abgesetzt, die mit einer „emotionalen Intelligenz“ ausgestattet sind und sprechend können. Aktuell wurden die Bestellung gestoppt, um aber in einigen Monaten wieder neue Orders entgegen zu nehmen. Dann sollen erneut 1.000 Stück vom Modell „Pepper“ in Produktion gehen – und das zum Preis von 1.415 Euro je Stück. Eigentlich ein Spottpreis, wenn man bedenkt, was ein Rasenmäher-Roboter kostet oder ein Roboter der automatisiert staubsaugen kann.

Komplexe Hardware zum Spottpreis – was steck dahinter?

Der Kurs, den das japanische Unternehmen für „Pepper“ aufruft, rund 1.400 Euro, ist extrem niedrig angesetzt. Das ändern auch die monatlichen Zusatzkosten von circa 180 Euro nicht, die man für Garantieleistungen und Serviceleistungen aus der Cloud berappen darf. Softbank ist klar, dass sie damit Verluste fahren und datieren den Minuszeitrahmen auf ungefähr vier Jahre. Doch wieso fährt man als Unternehmen vier Jahre sehendes Auges nachhaltige Minusgeschäfte? Um den Markt zu öffnen, der doch eigentlich nach Robotik schreit? Und ein Roboter, der sensibel auf menschliche Emotionen reagiert, sie sogar erkennt, der rechtfertigt doch eigentlich auch einen Preis, bei dem man kostendeckend operieren kann – oder nicht? Die Frage nach „Cui bono?“ (wem nutzt es) wird automatisch laut.

Wer oder was ist „Pepper“?

„Pepper“ misst rund 120 Zentimeter in der Höhe und er wird über ein Rollensystem fortbewegt. Wer aber nun einen dem „Astro Boy“ ähnlichen Haushaltsgehilfen erwartet, der irrt. Spülen oder das Staubsaugen kann der Roboter nicht übernehmen, sondern er dient rein dem Amüsement des Besitzers. „Pepper“ nimmt Gefühle wahr, ist eine Verbindungsader in die Welt, soll Spaß bringen. Interaktion mit humanoiden Robotern und Kommunikation. Per App, die derzeit schon in der Entwicklungsphase sind, sollen weiter Verhaltensmuster optional downloadbar sein. Eine Partnerschaft von Softbank und IBM soll „Pepper“ mit dem Superbrain-Computer „Watson“ konnektieren, um so noch besser aus komplexeste Anweisungen und auch schwerste Fragen passend reagieren zu können. Softbank kann sich auch vorstellen, dass „Pepper“ im Kundenempfang operiert.

Gefühle beim Roboter – aber wie?

„Pepper“ soll, so wird es angepriesen, echte Gefühle entwickeln können. Das geht mit der Hilfe komplizierter Algorithmen vonstatten, die dem Besitzer vorgaukeln, der Roboter würde zu Emotionen fähig sein. Aussagen werden gesammelt, berechnet und der Roboter kommt zum Schluss „Mein Herrchen oder Frauchen muss traurig sein“. Stimme, Aussagen und Gesichtsausdruck werden gescannt und analysiert. Moment! Doch was ist mit den Daten? Um derartige Bilder auszuwerten, muss der Roboter Bilder, Stimmen und ggf. auch Videos sehen und speichern. Es werden Daten produziert. Wo gehen die hin, wenn der Roboter vernetzt ist? Greift Watson, die Superdatenbank, diese Informationen ab und kann damit Profile erstellen?

Ja, es ist wunderbar, wenn schwerste und risikoträchtige Arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen durch die Robotik übernommen werden. Aber wer benötigt tatsächlich einen computerisierten „Spielgesellen“, der den ganzen Daten in Hülle und Fülle abfasst? Was passiert mit der Datenmenge? Wohin fließt sie? Wer kontrolliert den Datenfluss? Wer unterbindet ihn. Wie schnell kann einem der Roboter „über die Schulter schauen“, Kontoauszüge archivieren oder sich mit dem Rechner sowie dem Smartphone verbinden und jeder Kontakt des Besitzer ist auf einen Schlag gläsern. Minority Report lässt grüßen?

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