Lomas de Lachay in Peru

Blick auf die Hügel von Lachay

Der nebelgespeiste Wald in den Anden – Lomas de Lachay

Die Landschaft Perus ist wirklich fantastisch und so abwechslungsreich, dass Sie staunen werden, wenn Sie das Land einmal bereisen. Stellen Sie sich vor, Sie fahren von Lima aus auf der Panamericana del Norte nach Norden. Der Weg führt durch kahle Berge und Küstengebiete. Doch plötzlich taucht ein Fleck saftigen Grünes in der Ferne auf. Das ist Lomas de Lachay, ein feuchtes Gebiet mitten in den trockenen Bergen. Gespeist wird die dortige üppig Vegetation nicht, wie man meinen könnte, von Wasserläufen. Es ist Nebel, der sich durch die feuchte Luft vom Atlantik bildet und die Pflanzen mit dem nötigen Wasser versorgt.

Ein grünes Paradies

Sind Sie im Park angekommen, haben Sie das Gefühl, als hätten Sie eine andere Welt betreten. Das grüne Paradies, das Sie von der Straße aus gesehen haben, beherbergt eine Vielzahl von Pflanzen und stellt ein eigenes Ökosystem dar. Das Geheimnis der Vegetation besteht darin, dass sie aus vielen Pflanzen besteht, die den Nebel besonders gut auffangen, wie zum Beispiel dem Tara-Strauch oder der Acacia macracantha. Der Nebel sammelt sich an den Blättern und bildet Tropfen, die die Pflanzen tagsüber, wenn die Sonne scheint, mit Wasser versorgen. Für Liebhaber exotischer Pflanzen ist ein Ausflug in den Nationalpark Lomas de Lachay fast ein Muss. Auch wer sich für Vögel interessiert, ist in diesem grünen Fleckchen Perus an der richtigen Stelle, denn die Vegetation bietet den unterschiedlichsten Arten einen Lebensraum.

Aktivitäten im Nationalpark

Lomas de Lachay ist bei der Bevölkerung Limas ebenso beliebt wie bei ausländischen Besuchern. Denn dort ist es möglich, dem Lärm zu entfliehen, der in der Großstadt herrscht. Der Nationalpark eignet sich sehr gut als Ziel für Tagesausflüge, aber auch für einen mehrtägigen Aufenthalt. Egal, ob Sie eine längere Trekkingtour oder nur einen kleinen Spaziergang unternehmen möchten – Sie können zwischen längeren und kürzeren markierte Wanderrouten wählen, die zwischen zwanzig Minuten und zwei Stunden in Anspruch nehmen. Aussichtspunkte bieten einen Blick über grüne Hügel und Wiesen, die je nach Jahreszeit von unterschiedlichen Blumen bewachsen sind. Interessante Felsformationen tauchen unterwegs immer wieder auf. In diesem unglaublich grünen Paradies herrscht absolute Ruhe, die nur vom Rascheln der Blätter und dem Vogelgezwitscher gefüllt ist.

Tipps

Die Anreise nach Lomas de Lachay findet am besten mit dem Auto statt. Sie fahren auf der Panamericana del Norte bis zu Kilometer 105 und biegen dann auf einen Schotterweg ab, auf dem Sie etwa 15 Minuten bis zum Eingang des Nationalparks brauchen. Es gibt auch die Möglichkeit, den Bus nach Huacho zu nehmen und an der Zufahrt zum Park auszusteigen. Als beste Reisezeit für den Nationalpark gelten die Monate Juni bis Oktober, die feuchte Jahreszeit, denn dann ist die Vegetation, bedingt durch Nieselregen und den Nebel, am üppigsten. In den trockenen Monaten zehrt die Natur dann von den Reserven. In den kälteren, feuchten Monaten ist es mit einer Durchschnittstemperatur von 15°C recht kühl, in den wärmeren, trockenen Monaten beträgt die Temperatur im Durchschnitt 20°C. Für den Eintritt in den Nationalpark wird eine kleine Gebühr erhoben: 10 Soles für Erwachsene. Wer campen möchte, bezahlt für drei Tage 20 Soles. Es gibt im Park die Möglichkeit, zu grillen oder zu picknicken.

Falls Sie planen, mehrere Tage unterwegs zu sein, oder wenn Sie auf dem Weg zum Nationalpark noch Sehenswürdigkeiten besichtigen möchte, können Sie unterwegs in Chancay Halt machen. Dort gibt es ein renoviertes Schloss aus dem 19. Jahrhundert.

Weiterführende Links

Peru-Spezialisten.com